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Krankenkasse Prämien

Krankenkassenprämien 2026: Alle Kantone im Vergleich

Krankenkassenprämien 2026 – die Prämien steigen durchschnittlich um 4,4 Prozent. Die mittlere Monatsprämie beträgt CHF 393.30. Erwachsene zahlen im Schnitt CHF 465.30 pro Monat (+CHF 18.50). Die kantonalen Unterschiede sind enorm: Im Tessin steigen die Prämien um 7,1%, während der Kanton Zug dank einer Sonderaktion die Prämien um 14,7% senkt.

Von Maik Möhring6 Min. LesezeitStand 21.08.2026
Krankenkassenprämien 2026: Alle Kantone im Vergleich

✓ Aktualisiert: 7. Januar 2026

📖 Lesezeit: 14 Minuten  |  📊 Basierend auf offiziellen BAG-Daten

Krankenkassenprämien 2026 – die Prämien steigen durchschnittlich um 4,4 Prozent. Die mittlere Monatsprämie beträgt CHF 393.30. Erwachsene zahlen im Schnitt CHF 465.30 pro Monat (+CHF 18.50). Die kantonalen Unterschiede sind enorm: Im Tessin steigen die Prämien um 7,1%, während der Kanton Zug dank einer Sonderaktion die Prämien um 14,7% senkt.

Die Krankenkassenprämien 2026 steigen erneut – zum vierten Mal in Folge. Allerdings fällt der Anstieg mit 4,4 Prozent moderater aus als in den Vorjahren (2025: +6%, 2024: +8,7%). Trotzdem bedeutet das für einen Erwachsenen durchschnittlich CHF 222 mehr pro Jahr.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die neuen Prämien 2026, die Unterschiede nach Kanton und wie Sie trotz Prämienerhöhung sparen können.

+4,4%
Ø Prämienanstieg
CHF 465
Ø Prämie Erwachsene
CHF 4’720
Ø Jahresprämie
26
Kantone verglichen

📑 Inhaltsverzeichnis

  1. Prämien 2026 im Überblick
  2. Prämien nach Altersklassen
  3. Prämien nach Kantonen
  4. Warum steigen die Prämien?
  5. Entwicklung seit 2018
  6. So können Sie sparen
  7. Prämienverbilligung beantragen
  8. Kostendämpfung: Was tut der Bund?
  9. Häufige Fragen (FAQ)

Krankenkassenprämien 2026 im Überblick

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am 26. September 2025 die neuen Prämien für 2026 bekanntgegeben. Der durchschnittliche Anstieg beträgt 4,4 Prozent – das ist weniger als in den Vorjahren, aber immer noch eine spürbare Belastung für die Haushalte.

✓ Die wichtigsten Zahlen 2026

  • Mittlere Monatsprämie (alle): CHF 393.30 (+CHF 16.60)
  • Erwachsene (ab 26): CHF 465.30 (+4,1%)
  • Junge Erwachsene (19-25): CHF 326.30 (+4,2%)
  • Kinder (0-18): CHF 122.50 (+4,9%)
  • Mittlere Jahresprämie: CHF 4’720

Die mittlere Prämie berechnet sich aus allen in der Schweiz gezahlten Prämien, geteilt durch die Gesamtzahl der Versicherten. Ihre individuelle Prämie hängt von Wohnkanton, Alter, Franchise und gewähltem Versicherungsmodell ab.

Prämien 2026 nach Altersklassen

Die Krankenkassenprämien sind nach drei Altersklassen gestaffelt. Kinder und junge Erwachsene zahlen reduzierte Prämien:

Altersklasse Prämie 2026 Veränderung Pro Jahr
Kinder (0-18 Jahre) CHF 122.50 +4,9% (+CHF 5.70) CHF 1’470
Junge Erwachsene (19-25) CHF 326.30 +4,2% (+CHF 13.30) CHF 3’916
Erwachsene (ab 26) CHF 465.30 +4,1% (+CHF 18.50) CHF 5’584

Quelle: BAG, Mittlere Prämie über alle Kantone, Franchisen und Modelle. Stand: September 2025.

Prämien nach Kantonen: Grosse Unterschiede

Die kantonalen Unterschiede bei den Krankenkassenprämien sind enorm. Im teuersten Kanton (Tessin) zahlen Versicherte fast doppelt so viel wie im günstigsten (Zug).

🔔 Sonderfall Kanton Zug

Der Kanton Zug senkt die Prämien 2026 um 14,7 Prozent! Der Grund: Der Kanton übernimmt für zwei Jahre 99% der Kosten für stationäre Behandlungen aus seinen Finanzreserven. Die monatliche Prämie sinkt um fast CHF 46.

Die 5 teuersten Kantone 2026

Kanton Ø Prämie/Monat Veränderung Jahresprämie
🥇 Tessin (TI) CHF 501.50 +7,1% CHF 6’018
🥈 Genf (GE) CHF 497.– +4,8% CHF 5’964
🥉 Basel-Stadt (BS) CHF 483.– +4,5% CHF 5’796
4. Neuenburg (NE) CHF 471.– +5,2% CHF 5’652
5. Waadt (VD) CHF 462.– +4,9% CHF 5’544

Die 5 günstigsten Kantone 2026

Kanton Ø Prämie/Monat Veränderung Jahresprämie
🥇 Zug (ZG)* CHF 270.80 -14,7% CHF 3’248
🥈 Appenzell I.Rh. (AI) CHF 298.– +3,5% CHF 3’576
🥉 Nidwalden (NW) CHF 312.– +3,8% CHF 3’744
4. Uri (UR) CHF 318.– +3,6% CHF 3’816
5. Obwalden (OW) CHF 322.– +3,4% CHF 3’864

* Zug: Sonderfall durch kantonale Subvention (99% Übernahme stationärer Kosten für 2 Jahre).

Warum steigen die Krankenkassenprämien?

Die steigenden Prämien sind eine direkte Folge der wachsenden Gesundheitskosten. Per Ende Juni 2025 stiegen die Kosten im Jahresvergleich um 4,6 Prozent. Die Hauptgründe:

📊 Kostentreiber 2026

  • Nachholeffekte der Teuerung: Steigende Rohstoffpreise und Löhne wirken sich verzögert auf Medikamente und Tarife aus
  • Mehr Leistungskonsum: Menschen gehen häufiger zum Arzt als vor der Pandemie
  • Erweiterter Leistungskatalog: Neue Leistungen wie Psychotherapie-Anordnungsmodell
  • Demografische Alterung: Ältere Menschen benötigen mehr medizinische Versorgung
  • Medizinischer Fortschritt: Neue, teure Medikamente und Behandlungsmethoden
  • Mehr Spitalkosten: Steigende Kosten für stationäre und ambulante Spitalbehandlungen

Prämienentwicklung seit 2018

Die Prämienentwicklung der letzten Jahre zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend – besonders seit 2023:

Jahr Mittlere Prämie Veränderung
2018 CHF 316.– +4,0%
2019 CHF 315.– -0,2%
2020 CHF 316.– +0,2%
2021 CHF 316.– +0,5%
2022 CHF 314.– -0,2%
2023 CHF 334.– +6,6%
2024 CHF 359.– +8,7%
2025 CHF 377.– +6,0%
2026 CHF 393.30 +4,4%

Seit 2022 sind die Prämien um insgesamt CHF 79.30 oder 25% gestiegen. Das entspricht fast CHF 950 mehr pro Jahr für eine durchschnittlich versicherte Person.

So können Sie bei den Prämien sparen

Trotz steigender Prämien können Sie Ihre Kosten senken. Die Leistungen der Grundversicherung sind bei allen Kassen identisch – nur die Prämien unterscheiden sich.

✓ 5 Wege zum Prämien sparen

  • 1. Krankenkasse wechseln: Durchschnittlich CHF 456 Ersparnis pro Jahr – Jetzt vergleichen
  • 2. Franchise erhöhen: Von CHF 300 auf CHF 2’500 → bis CHF 150/Monat sparen
  • 3. Modell wechseln: HMO, Hausarzt oder Telmed → bis 25% Rabatt
  • 4. Prämienverbilligung: Kantone subventionieren Prämien für Haushalte mit tiefem Einkommen
  • 5. Unfall ausschliessen: Wenn Sie angestellt sind (8+ Std./Woche) → ca. 7% weniger

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Prämienverbilligung beantragen

Die Prämienverbilligung (IPV) ist eine finanzielle Unterstützung für Haushalte mit tiefem oder mittlerem Einkommen. Ab 2026 sind die Kantone verpflichtet, einen Mindestbeitrag zu leisten.

💰 Prämienverbilligung: So funktioniert’s

  • Wer hat Anspruch? Personen mit tiefem Einkommen (je nach Kanton unterschiedlich)
  • Wie hoch? Abhängig von Einkommen, Vermögen und Familiengrösse
  • Wo beantragen? Bei der kantonalen Ausgleichskasse oder Gemeinde
  • Automatisch oder Antrag? Je nach Kanton unterschiedlich geregelt

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde oder Ausgleichskasse, ob Sie Anspruch auf Prämienverbilligung haben. In vielen Kantonen erfolgt die Auszahlung automatisch aufgrund der Steuerdaten.

Kostendämpfung: Was tut der Bund?

Das Bundesamt für Gesundheit und Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider setzen verschiedene Massnahmen zur Kostendämpfung um:

🏛️ Massnahmen zur Kostendämpfung

  • Kostenziele ab 2028: Bundesrat setzt maximales Kostenwachstum für 2028-2031 fest
  • EFAS 2028: Einheitliche Finanzierung ambulant/stationär entlastet Prämienzahler
  • Prämienentlastung: Mindestbeitrag für Kantone ab 2026
  • Runder Tisch: CHF 300 Mio. jährliche Einsparungen ab 2026 vereinbart
  • Kostendämpfungspaket 2: Mengenrabatte bei Medikamenten, bis CHF 500 Mio. Einsparung/Jahr

Häufige Fragen (FAQ)

Wie stark steigen die Prämien 2026?

Die Krankenkassenprämien steigen 2026 im Durchschnitt um 4,4 Prozent. Je nach Kanton variiert der Anstieg zwischen 3,0% und 7,1%. Ausnahme: Kanton Zug senkt die Prämien um 14,7%.

Wie viel kostet die Krankenkasse 2026 im Durchschnitt?

Die mittlere Monatsprämie beträgt CHF 393.30 über alle Altersklassen. Erwachsene (ab 26) zahlen im Schnitt CHF 465.30/Monat, junge Erwachsene CHF 326.30 und Kinder CHF 122.50.

In welchem Kanton sind die Prämien am höchsten?

Am teuersten ist der Kanton Tessin mit durchschnittlich CHF 501.50 pro Monat (+7,1%). Es folgen Genf, Basel-Stadt und Neuenburg. Am günstigsten ist 2026 der Kanton Zug dank einer Sonderaktion.

Warum sind die Prämien in Zug so tief?

Der Kanton Zug übernimmt für 2 Jahre 99% der stationären Behandlungskosten aus seinen Finanzreserven. Dadurch sinken die Prämien um 14,7% – das ist eine kantonale Sonderaktion, kein Dauerzustand.

Wann werden die neuen Prämien bekannt gegeben?

Das BAG veröffentlicht die Prämien jeweils Ende September (26. September 2025 für 2026). Ihre Krankenkasse muss Sie bis spätestens 31. Oktober über die neuen Prämien informieren.

Bis wann kann ich die Krankenkasse wechseln?

Die Kündigung muss bis 30. November bei der Krankenkasse eingetroffen sein. Mehr Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Krankenkasse wechseln.

Werden die Prämien auch 2027 steigen?

Das ist wahrscheinlich. Solange die Gesundheitskosten steigen, steigen auch die Prämien. Experten erwarten für 2027 einen Anstieg von ca. 3-4%. Kostendämpfungsmassnahmen sollen langfristig wirken.

Fazit: Vergleichen lohnt sich mehr denn je

Die Krankenkassenprämien 2026 steigen erneut, wenn auch moderater als in den Vorjahren. Mit einem durchschnittlichen Anstieg von 4,4 Prozent zahlen Erwachsene im Schnitt CHF 222 mehr pro Jahr. Durch einen Krankenkassenwechsel, eine Anpassung der Franchise oder des Modells können Sie jedoch sparen – bei identischen Leistungen.

✓ Das Wichtigste zu den Prämien 2026

• Durchschnittlicher Anstieg: +4,4%
• Mittlere Prämie Erwachsene: CHF 465.30/Monat
• Teuerster Kanton: Tessin (CHF 501.50)
• Günstigster Kanton: Zug (CHF 270.80)
• Kündigungsfrist: 30. November
• Sparpotenzial: Bis CHF 1’100/Jahr durch Wechsel

📊

Redaktion Krankenkassenvergleich-Aktuell.ch

Unsere Experten analysieren seit 2024 die Krankenkassenprämien in der Schweiz. Alle Daten stammen aus offiziellen Quellen wie dem BAG und Priminfo.ch.

Quellen: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Priminfo.ch, Comparis, SRF, Blick. Stand: Januar 2026.

M
Maik Möhring

Maik Möhring – Vergleich, Markt, Profile (Lead/SEO).

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