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Franchise 1500 Franken: Prämie, Eigenkosten und Sparpotenzial

Die Franchise von 1500 Franken beeinflusst deine Krankenkassen-Prämie und Eigenkosten. Erfahre, für wen diese Wahlfranchise sinnvoll ist und wie du sparst. Stand: 5. Juli 2026.

Von Sandra Keller10 Min. LesezeitStand 21.08.2026
Franchise 1500 Franken: Eine Schweizerin vergleicht Krankenkassenprämien auf einem Tablet.
Die Wahl der passenden Franchise ist entscheidend für deine jaehrliche Praemie.

Die Wahl einer Franchise von 1500 Franken in der Schweizer Grundversicherung kann deine jährliche Prämie spürbar senken. Diese mittlere Wahlfranchise reduziert deine monatlichen Kosten im Vergleich zur Mindestfranchise, erfordert jedoch eine höhere Eigenbeteiligung bei Gesundheitsausgaben. Es ist wichtig zu verstehen, wie sich diese Entscheidung auf deine Prämie und deinen Selbstbehalt auswirkt.

Kurz erklärt

Eine Franchise von 1500 Franken bedeutet, dass du bei Gesundheitskosten bis zu diesem Betrag die ersten 1’500 Franken pro Kalenderjahr selbst trägst, bevor sich die Krankenkasse beteiligt. Im Gegenzug profitierst du von einer deutlich tieferen monatlichen Prämie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Grundversicherung in der Schweiz ist obligatorisch und bietet verschiedene Franchisestufen, darunter die Wahlfranchise von 1500 Franken.
  • Mit einer Franchise von 1500 Franken profitierst du von einer Prämienreduktion, die je nach Region und Kasse mehrere Hundert Franken pro Jahr betragen kann.
  • Du musst die ersten 1’500 Franken deiner Gesundheitskosten pro Kalenderjahr selbst bezahlen, bevor der Selbstbehalt greift.
  • Zusätzlich zur Franchise kommt der Selbstbehalt von 10 % auf die darüber liegenden Kosten, bis zu einem Maximalbetrag von CHF 700 für Erwachsene pro Jahr.
  • Diese Franchisestufe ist besonders für Personen mit geringen bis mittleren jährlichen Gesundheitskosten sinnvoll.
  • Ein Wechsel der Franchise ist in der Regel per 1. Januar möglich, die Kündigungsfrist liegt oft beim 30. November.

Was bedeutet die Franchise 1500 Franken genau?

Eine Franchise von 1500 Franken ist eine der möglichen Wahlfranchisen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP), der sogenannten Grundversicherung, in der Schweiz. Sie legt den Fixbetrag fest, den du pro Kalenderjahr für deine Gesundheitskosten selbst bezahlen musst, bevor sich deine Krankenkasse an den weiteren Kosten beteiligt. Die ordentliche Franchise für Erwachsene liegt bei CHF 300. Wählst du eine höhere Franchise wie 1500 Franken, erhältst du im Gegenzug einen Rabatt auf deine monatliche Prämie.

Wie sich die Franchise 1500 Franken auf deine Prämie auswirkt

Die Wahl einer höheren Franchise führt zu einer Reduktion deiner monatlichen Prämie. Dies liegt daran, dass du einen grösseren Teil deiner Gesundheitskosten selbst übernimmst und somit das Risiko für die Krankenkasse sinkt. Die Höhe der Prämienreduktion variiert je nach Krankenversicherer, deinem Wohnkanton und deinem Alter. Im Jahr 2026 kann die Ersparnis bei einer Franchise von 1500 Franken im Vergleich zur Mindestfranchise von 300 Franken mehrere Hundert Franken pro Jahr betragen. Es ist ratsam, die genauen Prämien auf dem offiziellen Prämienrechner priminfo.ch zu prüfen, da diese jährlich angepasst werden.

Franchise und Selbstbehalt: Das Zusammenspiel der Eigenkosten

Neben der Franchise gibt es den Selbstbehalt. Sobald du die gewählte Franchise (in diesem Fall 1500 Franken) erreicht hast, übernimmt die Krankenkasse die Kosten, abzuueglich eines Selbstbehalts von 10 %. Dieser Selbstbehalt ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Kalenderjahr begrenzt. Das bedeutet, dass deine maximale jährliche Kostenbeteiligung bei einer Franchise von 1500 Franken insgesamt 2’200 Franken beträgt (1’500 Franken Franchise + 700 Franken maximaler Selbstbehalt).

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht dies:
Du hast eine Franchise von 1500 Franken.
Deine Gesundheitskosten betragen CHF 1’000: Du bezahlst CHF 1’000.
Deine Gesundheitskosten betragen CHF 2’000: Du bezahlst die Franchise von CHF 1’500. Von den restlichen CHF 500 bezahlst du 10 % Selbstbehalt (CHF 50). Total: CHF 1’550.
Deine Gesundheitskosten betragen CHF 10’000: Du bezahlst die Franchise von CHF 1’500. Von den restlichen CHF 8’500 bezahlst du 10 % Selbstbehalt. Dies wären CHF 850, aber da der Selbstbehalt auf CHF 700 begrenzt ist, bezahlst du CHF 700. Total: CHF 2’200.

Für wen ist die Franchise 1500 Franken sinnvoll?

Die Wahl einer Franchise von 1500 Franken ist dann sinnvoll, wenn du erwartest, dass deine jährlichen Gesundheitskosten gering bis moderat sind.
Junge und gesunde Erwachsene: Personen, die selten zum Arzt gehen und keine chronischen Krankheiten haben, können mit dieser Franchise erheblich Prämien sparen. Sie profitieren von der reduzierten Prämie und tragen im seltenen Fall von Arztbesuchen die ersten Kosten selbst.
Personen mit stabilen Gesundheitskosten: Wenn du deine jährlichen Gesundheitsausgaben gut einschätzen kannst und diese voraussichtlich unterhalb der Schwelle liegen, bei der die Mindestfranchise günstiger wäre (rund CHF 2’000 bis CHF 2’500 Gesamtkosten pro Jahr, je nach Kanton und Prämie), ist die Franchise von 1500 Franken eine gute Option.
* Finanzielle Reserve vorhanden: Du solltest über genügend finanzielle Mittel verfügen, um im Bedarfsfall die gesamten CHF 2’200 (Franchise plus maximaler Selbstbehalt) problemlos bezahlen zu können.

Wenn du jedoch regelmässig medizinische Leistungen in Anspruch nimmst oder an einer chronischen Krankheit leidest, könnte eine tiefere Franchise von CHF 300 unter dem Strich vorteilhafter sein, da deine jährliche Kostenbeteiligung dann geringer ausfällt.

Die verschiedenen Franchisestufen in der Grundversicherung

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) bietet verschiedene Franchisestufen an, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Versicherten gerecht zu werden. Für Erwachsene (ab 18 Jahren) sind dies:
Ordentliche Franchise: CHF 300
Wahlfranchisen: CHF 500, CHF 1’000, CHF 1’500, CHF 2’000, CHF 2’500

Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gibt es ebenfalls Wahlfranchisen, die jedoch mit anderen Werten beginnen (z. B. CHF 0, CHF 100, CHF 200, CHF 400, CHF 500, CHF 600). Die Wahl der Franchise ist ein wichtiger Hebel zur Beeinflussung der Prämienhöhe. Je höher die Franchise, desto tiefer die monatliche Prämie.

Prämienregionen und ihre Bedeutung für die Franchise-Wahl

Die Schweiz ist in verschiedene Prämienregionen unterteilt, die von den Kantonen festgelegt werden. Innerhalb dieser Regionen können die Prämien für die gleiche Leistung und Franchise erheblich variieren. Das bedeutet, dass die Ersparnis durch eine höhere Franchise wie 1500 Franken nicht überall gleich gross ist. In Regionen mit generell hohen Prämien kann der Rabatt prozentual und absolut höher ausfallen als in Regionen mit niedrigeren Prämien. Es ist daher unerlässlich, beim Krankenkassenvergleich immer die Prämien für deinen spezifischen Wohnort und die gewünschte Franchise zu prüfen. Der offizielle Prämienrechner priminfo.ch berücksichtigt diese regionalen Unterschiede automatisch.

Sparpotenzial: So senkst du deine Prämie mit der passenden Franchise

Die Wahl der richtigen Franchise ist eine der effektivsten Möglichkeiten, deine Krankenkassenprämie zu senken. Neben der Franchise von 1500 Franken gibt es weitere Sparhebel:
* Wahl des Versicherungsmodells: Alternative Modelle wie Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modelle bieten zusätzliche Prämienrabatte, da sie die freie Arztwahl einschränken. Das Telmed-Modell kann beispielsweise eine gute Option sein.
Prämienverbilligung (IPV): Personen mit geringem oder mittlerem Einkommen haben möglicherweise Anspruch auf eine kantonale Prämienverbilligung. Der Antrag muss direkt beim jeweiligen Kanton gestellt werden und kann die Prämienlast erheblich reduzieren.
Krankenkasse wechseln: Da die Leistungen der Grundversicherung gesetzlich identisch sind, lohnt sich ein jährlicher Vergleich der Prämien. Ein Wechsel zu einer günstigeren Kasse ist oft der einfachste Weg zu mehr Ersparnis, ohne Leistungsverzicht. Mehr dazu erfährst du auf unserer Seite zum Krankenkasse wechseln.
* Prämien sparen für junge Erwachsene: Spezielle Angebote und die Wahl einer höheren Franchise können für junge Erwachsene besonders vorteilhaft sein.

Alternative Versicherungsmodelle und die Franchise 1500 Franken

Neben der Wahl der Franchise von 1500 Franken kannst du deine Prämie weiter optimieren, indem du ein alternatives Versicherungsmodell wählst. Diese Modelle schränken die freie Arztwahl ein, bieten dafür aber höhere Prämienrabatte:
Hausarztmodell: Du verpflichtest dich, bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst deinen gewählten Hausarzt zu konsultieren. Dieser koordiniert dann die weitere Behandlung und überweist dich bei Bedarf an Spezialisten.
HMO-Modell (Health Maintenance Organization): Du wählst ein Gesundheitszentrum (HMO-Praxis) als erste Anlaufstelle. Dort arbeiten verschiedene Fachärzte zusammen.
* Telmed-Modell: Vor jedem Arztbesuch kontaktierst du zuerst eine medizinische Hotline per Telefon oder App. Dort erhältst du eine erste Beratung und bei Bedarf eine Überweisung.

Die Kombination einer Franchise von 1500 Franken mit einem solchen Sparmodell kann die monatlichen Kosten nochmals deutlich senken. Prüfe jedoch genau, ob die Einschränkungen bei der Arztwahl für dich akzeptabel sind.

Krankenkasse wechseln: Fristen und Vorgehen bei der Franchise-Anpassung

Die Franchise kann in der Regel einmal jährlich per 1. Januar angepasst werden. Möchtest du deine Franchise erhöhen (z. B. von CHF 300 auf 1500 Franken), musst du dies deiner Krankenkasse bis spätestens 30. November mitteilen. Eine Reduktion der Franchise (z. B. von 1500 Franken auf 300 Franken) muss ebenfalls bis zum 30. November erfolgen. Es ist wichtig, diese Fristen genau einzuhalten. Wenn du deine Krankenkasse wechseln möchtest, ist die Standardkündigungsfrist ebenfalls der 30. November auf den 31. Dezember, damit die neue Versicherung am 1. Januar beginnen kann. Achte darauf, dass die neue Kasse deine Aufnahme bestätigt, bevor du die alte kündigst, um eine Doppelversicherung zu vermeiden.

Aus der Redaktion

Die Wahl der passenden Franchise ist eine sehr individuelle Entscheidung. Wir beobachten, dass viele Versicherte aus Angst vor hohen Kosten bei der Mindestfranchise bleiben, obwohl eine höhere Franchise wie 1500 Franken für sie finanziell vorteilhafter wäre. Eine sorgfältige Schätzung der eigenen Gesundheitskosten und ein Blick auf die Prämien auf priminfo.ch sind der Schlüssel zur optimalen Entscheidung.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Franchise in der Schweiz?

Die ordentliche Franchise in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) für Erwachsene beträgt CHF 300 pro Kalenderjahr. Zusätzlich gibt es Wahlfranchisen von CHF 500, 1’000, 1’500, 2’000 und 2’500 Franken. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre liegt die ordentliche Franchise bei CHF 0, mit Wahlmöglichkeiten bis CHF 600. Die Wahl einer höheren Franchise senkt die monatliche Prämie, erhöht aber die Eigenbeteiligung bei Gesundheitskosten.

Wie hoch ist der Selbstbehalt bei einer Franchise von 1500 Franken?

Bei einer Franchise von 1500 Franken trägst du die ersten 1’500 Franken deiner jährlichen Gesundheitskosten selbst. Sobald dieser Betrag erreicht ist, beteiligt sich die Krankenkasse an den weiteren Kosten, wobei du zusätzlich einen Selbstbehalt von 10 % leisten musst. Dieser Selbstbehalt ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Kalenderjahr begrenzt. Deine maximale Kostenbeteiligung beträgt somit 1’500 Franken (Franchise) plus 700 Franken (maximaler Selbstbehalt), also insgesamt 2’200 Franken.

Wann lohnt sich eine mittlere Franchise wie 1500 Franken?

Eine mittlere Franchise wie 1500 Franken lohnt sich, wenn du erwartest, dass deine jährlichen Gesundheitskosten gering bis moderat ausfallen. Wenn deine Kosten voraussichtlich unterhalb der Schwelle von etwa CHF 2’000 bis 2’500 (Gesamtkosten inklusive Prämie und Eigenbeteiligung) liegen und du über eine finanzielle Reserve für die Eigenbeteiligung verfügst, kannst du mit dieser Franchise Prämien sparen. Personen, die selten zum Arzt gehen, profitieren oft am meisten.

Was ist der Unterschied zwischen Franchise und Selbstbehalt?

Die Franchise ist der feste Betrag, den du pro Kalenderjahr für deine Gesundheitskosten selbst bezahlen musst, bevor die Krankenkasse überhaupt Leistungen erbringt. Der Selbstbehalt ist der Anteil (10 % für Erwachsene, maximal CHF 700 pro Jahr), den du von den Kosten übernimmst, die nach Erreichen der Franchise anfallen. Beide zusammen bilden deine maximale jährliche Eigenbeteiligung an den Gesundheitskosten.

Welche anderen Franchisestufen gibt es für Erwachsene?

Neben der Franchise von 1500 Franken können Erwachsene in der Grundversicherung zwischen der ordentlichen Franchise von CHF 300 und den Wahlfranchisen von CHF 500, CHF 1’000, CHF 2’000 und CHF 2’500 Franken wählen. Jede dieser Stufen bietet eine unterschiedliche Prämienreduktion und erfordert eine entsprechende Eigenbeteiligung. Die Wahl sollte stets auf Basis der erwarteten Gesundheitskosten und der finanziellen Möglichkeiten getroffen werden.

Fazit

Die Franchise von 1500 Franken stellt einen attraktiven Mittelweg für viele Versicherte in der Schweiz dar. Sie ermöglicht eine signifikante Prämienreduktion und ist besonders für Personen mit stabilen, geringen bis mittleren Gesundheitskosten sinnvoll. Es ist jedoch essenziell, die eigenen Gesundheitsausgaben realistisch einzuschätzen und die mögliche maximale Eigenbeteiligung von 2’200 Franken (Franchise plus Selbstbehalt) finanziell tragen zu können. Nutze den offiziellen Prämienrechner priminfo.ch, um die Prämien für deine individuelle Situation zu vergleichen und die optimale Franchise zu finden.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Schweizer Krankenversicherung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prämien, Franchisestufen und Fristen ändern sich; massgeblich sind die Angaben der Krankenversicherer, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der offizielle Prämienrechner priminfo.ch. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deinen Versicherer oder eine unabhängige Beratungsstelle.

Redaktionelle Inhalte: Maik Möhring Media, Schöntalweg 1, 8272 Ermatingen TG · mm@maik-möhring.ch

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

S
Sandra Keller

Sandra Keller – Grundversicherung, Zusatzversicherung (KVG/VVG).

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