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Franchise 1000 Franken: Prämie, Eigenkosten und Sparpotenzial

Erfahre, wie die Franchise von 1000 Franken in der Schweizer Grundversicherung wirkt. Wir zeigen Prämie, Eigenkosten und wann sie sinnvoll ist.

Von Nadine Forster9 Min. LesezeitStand 21.08.2026
Franchise 1000 Franken: Überblick über Prämienreduktion und Eigenkosten in der Schweizer Grundversicherung
Die Franchise von 1000 Franken beeinflusst direkt die monatliche Krankenkassenprämie.

Wer in der Schweiz eine Franchise von 1’000 Franken in der Grundversicherung wählt, profitiert von einer tieferen monatlichen Prämie im Vergleich zur Standardfranchise von 300 Franken. Diese Option ist eine von mehreren wählbaren Franchisestufen und beeinflusst direkt die Höhe der jährlichen Gesundheitskosten, die du selbst tragen musst, bevor die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Kurz erklärt

Eine Franchise von 1’000 Franken bedeutet, dass du bei medizinischen Behandlungen die ersten 1’000 Franken der Kosten pro Jahr selbst bezahlst, bevor sich deine Krankenkasse an den weiteren Ausgaben beteiligt. Dafür sinkt deine monatliche Prämie merklich.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Franchise von 1’000 Franken ist eine wählbare Stufe in der obligatorischen Grundversicherung (KVG) und liegt zwischen der tiefsten (CHF 300) und der höchsten (CHF 2’500) Franchise für Erwachsene.
  • Durch die Wahl einer höheren Franchise wie 1’000 Franken reduzierst du deine monatliche Krankenkassenprämie.
  • Zusätzlich zur Franchise fällt ein Selbstbehalt von 10 % der Behandlungskosten an, sobald die Franchise aufgebraucht ist, bis zu einem Maximalbetrag von CHF 700 pro Jahr (Stand 27. Juni 2026).
  • Diese Franchisestufe kann für Personen sinnvoll sein, die selten zum Arzt gehen, aber eine gewisse finanzielle Reserve für unvorhergesehene Kosten haben.
  • Ein jährlicher Vergleich der Prämien und eine Neubewertung der Franchise-Wahl ist bis zum 30. November möglich, um auf den 1. Januar zu wechseln.

Wie die Franchise 1000 Franken funktioniert und Kosten beeinflusst

Die Franchise in der Grundversicherung ist der Betrag, den du als versicherte Person jährlich selbst an deine Gesundheitskosten bezahlen musst, bevor sich die Krankenkasse an den weiteren Kosten beteiligt. Wählst du eine Franchise von 1’000 Franken, bedeutet dies konkret, dass du Rechnungen bis zu diesem Betrag aus eigener Tasche begleichst. Erst wenn die Kosten diese Marke überschreiten, springt die Krankenkasse ein.

Nachdem deine Franchise von 1’000 Franken aufgebraucht ist, kommt der Selbstbehalt zum Tragen. Dieser beträgt 10 % der weiteren Behandlungskosten und ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Kalenderjahr begrenzt (Stand 27. Juni 2026). Das bedeutet, dass deine maximale Kostenbeteiligung pro Jahr bei einer Franchise von 1’000 Franken insgesamt CHF 1’700 beträgt (1’000 Franken Franchise + 700 Franken Selbstbehalt). Dieses System ist im Krankenversicherungsgesetz (KVG) verankert und gilt für alle Versicherten in der obligatorischen Grundversicherung.

Prämienreduktion durch die Franchise 1000 Franken

Ein wesentlicher Vorteil einer höheren Franchise wie 1’000 Franken ist die Reduktion der monatlichen Prämie. Krankenkassen bieten für höhere Franchisestufen einen Prämienrabatt an, da das finanzielle Risiko für den Versicherer sinkt. Die genaue Höhe der Ersparnis variiert je nach Krankenkasse, Wohnort (Prämienregion) und Versicherungsmodell. Im Allgemeinen gilt: Je höher die gewählte Franchise, desto tiefer die Prämie.

Für Erwachsene stehen Franchisen von CHF 300 (Standard), 500, 600, 800, 1’000, 1’200, 1’500, 2’000 und 2’500 Franken zur Auswahl. Kinder und junge Erwachsene bis 18 Jahre haben eigene, tiefere Franchisestufen oder sind in der Regel von der Franchise befreit, wenn keine freiwillige Franchise gewählt wird. Die Wahl der passenden Franchise erfordert eine Abwägung zwischen der gewünschten Prämieneinsparung und dem Risiko, im Krankheitsfall höhere Kosten selbst tragen zu müssen.

Für wen die Franchise 1000 Franken sinnvoll sein kann

Die Wahl einer Franchise von 1’000 Franken kann für bestimmte Personengruppen vorteilhaft sein. Sie ist oft ein guter Kompromiss zwischen der tiefsten Franchise von 300 Franken und der höchsten von 2’500 Franken.

Personen mit moderaten Gesundheitskosten: Wenn du nur selten zum Arzt gehst oder Medikamente benötigst und deine jährlichen Gesundheitskosten erfahrungsgemäss unter der Marke von ca. CHF 1’700 liegen, könnte die 1’000-Franken-Franchise eine gute Wahl sein.
Mit finanziellen Reserven: Du solltest über genügend finanzielle Mittel verfügen, um im Falle einer Krankheit die vollen 1’700 Franken (Franchise plus maximaler Selbstbehalt) problemlos bezahlen zu können.
* Junge Erwachsene und Familien: Für junge Erwachsene, die in der Regel gesünder sind, kann diese Franchise eine attraktive Möglichkeit sein, Prämien zu sparen. Auch für Familien, deren Kinder oft eine tiefere oder keine Franchise haben, kann die 1’000-Franken-Franchise für die Elternteile passend sein.

Ein Prämienrechner des Bundes kann dir dabei helfen, die genauen Auswirkungen der Franchise-Wahl auf deine Prämie zu simulieren. Berücksichtige dabei auch alternative Versicherungsmodelle wie das Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modell, die zusätzliche Prämienrabatte ermöglichen. Mehr dazu erfährst du in unserem Krankenkassenvergleich.

Vergleich mit anderen Franchisestufen: 300 Franken vs. 2500 Franken

Um die Attraktivität der Franchise von 1’000 Franken zu beurteilen, ist ein Vergleich mit der Standardfranchise von 300 Franken und der Maximalfranchise von 2’500 Franken hilfreich.

* Franchise 300 Franken: Dies ist die tiefste wählbare Franchise für Erwachsene. Sie führt zu den höchsten monatlichen Prämien. Sie ist ideal für Personen, die regelmässig medizinische Leistungen in Anspruch nehmen oder keine hohen unvorhergesehenen Kosten tragen möchten. Die maximale Kostenbeteiligung liegt hier bei CHF 300 (Franchise) + CHF 700 (Selbstbehalt) = CHF 1’000 pro Jahr.
* Franchise 2’500 Franken: Die höchste Franchise bietet die grösste Prämienreduktion. Sie eignet sich für sehr gesunde Personen mit sehr geringen Gesundheitskosten, die über hohe finanzielle Reserven verfügen. Die maximale jährliche Kostenbeteiligung beträgt hier CHF 2’500 (Franchise) + CHF 700 (Selbstbehalt) = CHF 3’200.

Die Franchise von 1’000 Franken liegt in der Mitte und versucht, die Vorteile beider Extreme zu vereinen: Eine spürbare Prämienreduktion im Vergleich zur 300er Franchise, ohne das Risiko der sehr hohen Kostenbeteiligung der 2’500er Franchise. Es ist eine Option für alle, die ein gewisses Risiko eingehen möchten, aber nicht das Maximum.

Kostenbeteiligung Krankenkasse: Franchise und Selbstbehalt im Detail

Die Kostenbeteiligung in der Schweizer Grundversicherung setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: der Franchise und dem Selbstbehalt. Beide sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) geregelt und spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung deiner Gesundheitskosten.

Wie bereits erwähnt, ist die Franchise der fixe Betrag, den du pro Kalenderjahr selbst bezahlst. Bei der Franchise 1’000 Franken sind dies die ersten 1’000 Franken der Arztrechnungen, Medikamente und Spitalaufenthalte (ambulant). Sobald dieser Betrag erreicht ist, übernimmt die Krankenkasse einen Grossteil der weiteren Kosten.

Der Selbstbehalt ist der zweite Teil deiner Kostenbeteiligung. Er beträgt 10 % der Rechnungen, die über der Franchise liegen. Dieser Selbstbehalt ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Jahr begrenzt. Das bedeutet, selbst wenn deine Gesundheitskosten sehr hoch sind, musst du zusätzlich zur Franchise nie mehr als 700 Franken als Selbstbehalt bezahlen. Für Kinder liegt der maximale Selbstbehalt bei CHF 350 pro Jahr.

Dieses System stellt sicher, dass du dich an den Gesundheitskosten beteiligst, aber vor übermässigen finanziellen Belastungen im Krankheitsfall geschützt bist. Es ist wichtig, diese Komponenten zu verstehen, um die Auswirkungen deiner Franchise-Wahl auf dein Budget richtig einschätzen zu können.

Aus der Redaktion

Die Entscheidung für eine bestimmte Franchise ist persönlich und sollte gut durchdacht sein. Wir beobachten, dass viele Versicherte die 1’000-Franken-Franchise als eine gute Mitte empfinden, um Prämien zu sparen, ohne das Risiko einer sehr hohen Eigenbeteiligung einzugehen. Es lohnt sich, die eigenen Gesundheitsausgaben der letzten Jahre zu analysieren und verschiedene Szenarien mit einem Prämienrechner durchzuspielen.

Krankenkassen wechseln: Jährliche Neubewertung der Franchise

Die Wahl der Franchise ist nicht in Stein gemeisselt. Jedes Jahr hast du die Möglichkeit, deine gewählte Franchise und damit auch deine Krankenkasse zu wechseln. Die ordentliche Frist für einen Wechsel der Grundversicherung (KVG) ist der 30. November auf den 1. Januar des Folgejahres. Bis zu diesem Datum muss die Kündigung bei deiner aktuellen Krankenkasse eingegangen sein.

Ein Krankenkassenwechsel oder eine Anpassung der Franchise ist immer dann sinnvoll, wenn sich deine Lebensumstände geändert haben. Das könnte eine Veränderung deines Gesundheitszustandes sein, die Geburt eines Kindes oder eine andere finanzielle Situation. Wenn du beispielsweise in den letzten Jahren kaum Arztbesuche hattest, könnte eine höhere Franchise wie 1’000 Franken oder sogar 2’500 Franken eine attraktive Option sein. Umgekehrt, wenn du weisst, dass im kommenden Jahr hoechere Gesundheitskosten anfallen werden, kann eine tiefere Franchise von 300 Franken die bessere Wahl sein.

Wichtig ist, dass du deine neue Krankenkasse bereits gewählt und deren Aufnahmebestätigung erhalten hast, bevor du deine alte Versicherung kündigst. So vermeidest du eine Lücke im Versicherungsschutz, der in der Schweiz obligatorisch ist.

Häufige Fragen

Welche Franchise lohnt sich in der Schweiz?

Die lohnenswerteste Franchise in der Schweiz hängt stark von deinen individuellen Gesundheitskosten und finanziellen Möglichkeiten ab. Wenn du geringe Gesundheitskosten erwartest und über Reserven verfügst, kann sich eine hohe Franchise von 2’500 Franken lohnen, da sie die Prämien am stärksten senkt. Bei hohen oder unvorhersehbaren Gesundheitskosten ist die Standardfranchise von 300 Franken oft vorteilhafter, da die Eigenbeteiligung im Krankheitsfall geringer ausfällt.

Wann lohnt sich die Franchise 2500?

Die höchste Franchise von 2’500 Franken lohnt sich in der Regel für Personen, die gesund sind und im Jahr weniger als etwa 2’000 Franken an Gesundheitskosten haben. Zudem solltest du über ausreichende finanzielle Reserven verfügen, um im Bedarfsfall die vollen 2’500 Franken Franchise sowie den maximalen Selbstbehalt von 700 Franken selbst tragen zu können.

Wie hoch ist die höchste Franchise?

Für Erwachsene in der obligatorischen Grundversicherung in der Schweiz beträgt die höchste wählbare Franchise 2’500 Franken pro Kalenderjahr. Diese Stufe bietet die grösste Prämienreduktion im Vergleich zu den tieferen Franchisestufen.

Was bedeutet Franchise 500?

Eine Franchise von 500 Franken bedeutet, dass du die ersten 500 Franken deiner jährlichen Behandlungskosten selbst bezahlst, bevor die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Diese Franchise liegt zwischen der Standardfranchise von 300 Franken und der hier besprochenen Franchise 1’000 Franken und bietet eine moderate Prämienreduktion.

Ist die Franchise 1000 Franken eine gute Wahl?

Die Franchise 1000 Franken kann eine gute Wahl sein, wenn du selten medizinische Leistungen in Anspruch nimmst, aber nicht das Risiko der höchsten Franchise eingehen möchtest. Sie bietet eine spürbare Prämienreduktion im Vergleich zur 300-Franken-Franchise und ist ein guter Kompromiss für viele Versicherte mit moderaten Gesundheitskosten.

Fazit

Die Wahl einer Franchise von 1’000 Franken in der Schweizer Grundversicherung kann eine sinnvolle Option sein, um die monatlichen Prämien zu senken, ohne im Krankheitsfall einer allzu hohen finanziellen Belastung ausgesetzt zu sein. Sie ist ein Kompromiss zwischen der tiefsten und der höchsten Franchise und eignet sich besonders für Personen mit moderaten Gesundheitskosten und entsprechenden finanziellen Reserven. Eine jährliche Überprüfung deiner Franchise-Wahl ist essenziell, um sicherzustellen, dass sie weiterhin deinen Bedürfnissen entspricht und du mögliche Prämieneinsparungen optimal nutzt. Nutze hierfür den offiziellen Prämienrechner priminfo.ch, um die für dich beste Lösung zu finden.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Schweizer Krankenversicherung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prämien, Franchisestufen und Fristen ändern sich; massgeblich sind die Angaben der Krankenversicherer, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der offizielle Prämienrechner priminfo.ch. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deinen Versicherer oder eine unabhängige Beratungsstelle.

Redaktionelle Inhalte: Maik Möhring Media, Schöntalweg 1, 8272 Ermatingen TG · mm@maik-möhring.ch

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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Nadine Forster

Nadine Forster – Grenzgänger, Gesundheit, News.

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