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Grundversicherung

Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel: KVG-Kostenbeteiligung erklärt

Ein klares Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel hilft dir, die Kostenbeteiligung nach KVG zu verstehen. Erfahre, wie Franchise und Selbstbehalt in der Schweiz berechnet werden und welche Sparmöglichkeiten du hast. Stand 2026.

Von Sandra Keller12 Min. LesezeitStand 21.08.2026
Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel mit Kostenrechnung in der Schweiz
Die Grafik zeigt die Staffelung von Franchise und Selbstbehalt.

Wer in der Schweiz obligatorisch krankenversichert ist, kennt die Begriffe Franchise und Selbstbehalt. Ein konkretes Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel zeigt dir, wie die Kostenbeteiligung in der Praxis funktioniert und welche Beträge du im Krankheitsfall selbst tragen musst. Die Grundversicherung nach dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) deckt gesetzlich festgelegte Leistungen ab, doch ein Teil der Kosten geht zu deinen Lasten. Diesen Mechanismus zu verstehen, ist entscheidend, um die Prämien zu optimieren und finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Kurz erklärt

Der Selbstbehalt ist jener Teil der Gesundheitskosten in der Grundversicherung, den du nach dem Erreichen deiner gewählten Franchise selbst trägst. Er beträgt in der Regel 10 Prozent der darüber hinausgehenden Kosten, bis zu einem gesetzlich festgelegten Maximalbetrag pro Kalenderjahr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kostenbeteiligung in der Grundversicherung besteht aus Franchise und Selbstbehalt.
  • Die Franchise ist ein fixer Jahresbetrag, den du zuerst selbst bezahlst, bevor die Krankenkasse Leistungen übernimmt.
  • Der Selbstbehalt beträgt 10 Prozent der Kosten, die deine Franchise übersteigen, maximal CHF 700 pro Jahr für Erwachsene (Stand 15. Juni 2026).
  • Ein höheres Franchise-Modell führt zu tieferen monatlichen Prämien, erhöht aber deine maximale Kostenbeteiligung.
  • Die Wahl der passenden Franchise und das Verständnis des Selbstbehalts sind wichtige Hebel zur Prämienoptimierung.
  • Kinder und junge Erwachsene haben niedrigere Maximalbeträge für den Selbstbehalt.

Was ist der Selbstbehalt bei der Grundversicherung?

Der Selbstbehalt ist ein gesetzlich vorgeschriebener Kostenanteil in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG), den du als versicherte Person selbst tragen musst, sobald deine gewählte Franchise für ein Kalenderjahr aufgebraucht ist. Er beträgt in der Regel 10 Prozent der Gesundheitskosten, die über die Franchise hinausgehen, und ist auf einen Maximalbetrag pro Jahr begrenzt. Für Erwachsene liegt dieser Höchstbetrag im Jahr 15. Juni 2026 bei CHF 700 pro Jahr. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre ist der Selbstbehalt auf maximal CHF 350 pro Jahr begrenzt. Diese Regelung stellt sicher, dass du dich an den Gesundheitskosten beteiligst, aber nicht unbegrenzt belastet wirst. Die genauen Bestimmungen sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) festgehalten.

Wie funktioniert das mit dem Selbstbehalt?

Das Prinzip des Selbstbehalts ist eng an die Franchise gekoppelt und funktioniert in drei Schritten: Zuerst übernimmst du die Gesundheitskosten bis zur Höhe deiner gewählten Franchise. Hast du diese Schwelle erreicht, beginnt die Krankenkasse, 90 Prozent der weiteren Kosten zu tragen. Die verbleibenden 10 Prozent sind dein Selbstbehalt. Dieser Kostenanteil wird fällig, bis du den jährlichen Maximalbetrag von CHF 700 (Erwachsene) bzw. CHF 350 (Kinder) erreicht hast. Ab diesem Punkt übernimmt die Krankenkasse alle weiteren Kosten zu 100 Prozent, bis das Kalenderjahr endet. Dieses System soll dich dazu anregen, bewusster mit Gesundheitsleistungen umzugehen und gleichzeitig vor sehr hohen Kosten zu schützen.

Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel: Die Berechnung im Detail

Um die Funktionsweise von Franchise und Selbstbehalt zu veranschaulichen, betrachten wir ein konkretes Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel. Nehmen wir an, du bist erwachsen, hast die minimale Franchise von CHF 300 gewählt und deine gesamten Gesundheitskosten in einem Kalenderjahr betragen CHF 3’000.

Beispielrechnung:
1. Franchise-Anteil: Zuerst bezahlst du die gesamte Franchise von CHF 300 selbst.
2. Kosten über der Franchise: Die verbleibenden Kosten betragen CHF 3’000 (Gesamtkosten) – CHF 300 (Franchise) = CHF 2’700.
3. Selbstbehalt-Anteil: Von diesen CHF 2’700 übernimmst du 10 Prozent als Selbstbehalt. Das sind 10 % von CHF 2’700 = CHF 270.
4. Gesamte Kostenbeteiligung: Deine gesamte Kostenbeteiligung in diesem Jahr beläuft sich auf CHF 300 (Franchise) + CHF 270 (Selbstbehalt) = CHF 570.
5. Kassenleistung: Die Krankenkasse übernimmt die restlichen CHF 3’000 – CHF 570 = CHF 2’430.

In diesem Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel hast du den maximalen Selbstbehalt von CHF 700 noch nicht erreicht. Würden deine Kosten weiter steigen, würdest du weiterhin 10 Prozent als Selbstbehalt zahlen, bis dieser die CHF 700-Grenze erreicht. Ab dann übernimmt die Kasse die Kosten zu 100 Prozent.

Franchise und Selbstbehalt: Der entscheidende Unterschied

Oft werden Franchise und Selbstbehalt verwechselt oder als dasselbe angesehen, doch es gibt einen klaren Unterschied. Die Franchise ist der feste Jahresbetrag, den du als versicherte Person zu Beginn eines jeden Kalenderjahres selbst trägst, bevor die Krankenkasse überhaupt Leistungen übernimmt. Du wählst die Höhe der Franchise aktiv, meist zwischen CHF 300 und CHF 2’500 für Erwachsene (Stand 15. Juni 2026). Eine höhere Franchise bedeutet in der Regel tiefere monatliche Prämien.

Der Selbstbehalt hingegen ist ein prozentualer Anteil (in der Regel 10 Prozent), den du von den Kosten über der Franchise trägst. Er ist nicht wählbar in seiner Höhe, sondern gesetzlich festgelegt, jedoch auf einen Maximalbetrag pro Jahr begrenzt (CHF 700 für Erwachsene, CHF 350 für Kinder). Die Franchise ist also der erste Betrag, der fällig wird, während der Selbstbehalt erst danach greift. Beide zusammen bilden deine gesamte Kostenbeteiligung in der Grundversicherung. Das Verständnis dieses Unterschieds ist essenziell, um die eigene Kostenbeteiligung realistisch einzuschätzen und die Prämien zu optimieren. Weitere Informationen zu den verschiedenen Franchisestufen findest du in unserem Guide zum Thema Franchise wählen.

Welchen Einfluss hat die Franchise auf den Selbstbehalt und die Prämien?

Die Wahl deiner Franchise hat einen direkten Einfluss auf deine monatlichen Prämien und auf die potenzielle Höhe deiner gesamten Kostenbeteiligung, einschliesslich des Selbstbehalts. Wählst du eine höhere Franchise (z. B. CHF 2’500 statt CHF 300), reduzierst du deine monatlichen Prämien erheblich. Dies ist sinnvoll, wenn du selten zum Arzt gehst und nur geringe Gesundheitskosten erwartest. Im Gegenzug trägst du im Krankheitsfall einen höheren Betrag selbst, bevor der Selbstbehalt von 10 Prozent einsetzt.

Ein höheres Franchise-Modell bedeutet, dass du mehr Kosten selbst übernimmst, bevor die Kasse überhaupt in die Leistungspflicht kommt und der Selbstbehalt greift. Die maximale Jahresbelastung setzt sich aus der gewählten Franchise und dem maximalen Selbstbehalt (CHF 700 für Erwachsene) zusammen. Bei einer Franchise von CHF 2’500 und vollem Selbstbehalt von CHF 700 beträgt deine maximale Kostenbeteiligung CHF 3’200 pro Jahr. Bei der Mindestfranchise von CHF 300 sind es maximal CHF 1’000. Diese Überlegung ist zentral für die Entscheidung, welche Franchise-Stufe am besten zu deiner persönlichen Situation passt und wie du deine Krankenkasse Prämien optimieren kannst.

Gibt es Ausnahmen beim Selbstbehalt?

Ja, es gibt bestimmte Ausnahmen und Sonderregelungen beim Selbstbehalt in der Grundversicherung. Schwangerschaftsleistungen beispielsweise sind in der Regel von der Kostenbeteiligung (also von Franchise und Selbstbehalt) ausgenommen. Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen, die Geburt selbst sowie die Nachkontrollen. Auch bestimmte Präventionsmassnahmen können von der Kostenbeteiligung befreit sein.

Eine weitere Besonderheit betrifft Medikamente. Für bestimmte Originalpräparate, die ein günstigeres Generikum mit gleichem Wirkstoff auf dem Markt haben, kann ein erhöhter Selbstbehalt von 40 Prozent anfallen, anstatt der üblichen 10 Prozent. Dies soll den Einsatz kostengünstigerer Alternativen fördern. Es ist wichtig, die genauen Bestimmungen deiner Krankenkasse und die aktuellen gesetzlichen Regelungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zu kennen, um keine Überraschungen zu erleben. Informationen dazu findest du unter anderem auf www.bag.admin.ch.

Rechenbeispiele für verschiedene Franchisestufen und Gesundheitskosten

Um das Prinzip noch klarer zu machen, betrachten wir weitere Grundversicherung Selbstbehalt Beispiele mit unterschiedlichen Franchisestufen und Gesundheitskosten.

Beispiel 1: Geringe Gesundheitskosten
Person: Erwachsen
Franchise gewählt: CHF 2’500
Gesamtkosten im Jahr: CHF 800
Deine Kosten: Die gesamten CHF 800 gehen zu deinen Lasten, da sie unter deiner gewählten Franchise von CHF 2’500 liegen.
Kassenleistung: CHF 0

Beispiel 2: Mittlere Gesundheitskosten
Person: Erwachsen
Franchise gewählt: CHF 1’000
Gesamtkosten im Jahr: CHF 1’800
Franchise-Anteil: CHF 1’000
Kosten über Franchise: CHF 1’800 – CHF 1’000 = CHF 800
Selbstbehalt-Anteil: 10 % von CHF 800 = CHF 80
Deine gesamten Kosten: CHF 1’000 (Franchise) + CHF 80 (Selbstbehalt) = CHF 1’080
Kassenleistung: CHF 1’800 – CHF 1’080 = CHF 720

Beispiel 3: Hohe Gesundheitskosten (Erreichen des Maximal-Selbstbehalts)
Person: Erwachsen
Franchise gewählt: CHF 300
Gesamtkosten im Jahr: CHF 8’000
Franchise-Anteil: CHF 300
Kosten über Franchise: CHF 8’000 – CHF 300 = CHF 7’700
Selbstbehalt-Anteil (theoretisch): 10 % von CHF 7’700 = CHF 770
Tatsächlicher Selbstbehalt: Da der maximale Selbstbehalt für Erwachsene bei CHF 700 liegt, bezahlst du nur CHF 700.
Deine gesamten Kosten: CHF 300 (Franchise) + CHF 700 (Selbstbehalt) = CHF 1’000
Kassenleistung: CHF 8’000 – CHF 1’000 = CHF 7’000

Diese Grundversicherung Selbstbehalt Beispiele verdeutlichen, dass die Wahl der Franchise und die Höhe der tatsächlichen Gesundheitskosten massgeblich bestimmen, wie hoch deine Kostenbeteiligung am Ende des Jahres ausfällt.

Aus der Redaktion

Das Zusammenspiel von Franchise und Selbstbehalt ist ein Kernbestandteil der Schweizer Grundversicherung. Viele Versicherte unterschätzen die Auswirkungen ihrer Franchise-Wahl auf die effektiven Jahreskosten. Wir empfehlen, vor der jährlichen Entscheidung die eigenen Gesundheitsausgaben der letzten Jahre zu prüfen und verschiedene Szenarien mit einem online Prämienrechner des Bundes durchzuspielen. So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen, die zu deiner individuellen Situation passt.

Grundlagen der Kostenbeteiligung nach KVG

Die Kostenbeteiligung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) ist ein fundamentales Element des Schweizer Gesundheitssystems und im Krankenversicherungsgesetz (SR 832.10) klar geregelt. Sie dient dazu, die Versicherten an den Kosten zu beteiligen und gleichzeitig die Prämien stabil zu halten. Die Beteiligung setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: der Franchise und dem Selbstbehalt. Beide sind verpflichtend für alle Versicherten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Kinder und Jugendliche zahlen keine Franchise, können aber eine freiwillige Kinderfranchise wählen, um Prämien zu sparen.

Die gesetzliche Grundlage stellt sicher, dass die Leistungen der Grundversicherung bei allen Krankenkassen identisch sind, unabhängig von der gewählten Kostenbeteiligung. Unterschiede ergeben sich lediglich in der Höhe der Prämien, dem Service und den angebotenen Versicherungsmodellen wie Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modelle. Diese Modelle bieten in der Regel ebenfalls Prämienrabatte im Gegenzug für eine eingeschränkte Arztwahl. Ein umfassenderer Überblick über die KVG Leistungen hilft dir, deine Rechte und Pflichten zu verstehen.

Selbstbehalt und Prämien sparen: Deine Optionen

Das Verständnis des Selbstbehalts und seiner Berechnung ist ein wichtiger Schritt, um Prämien in der Grundversicherung zu sparen. Hier sind deine wichtigsten Optionen:

1. Franchise anpassen: Wie bereits erläutert, senkt eine höhere Franchise deine monatlichen Prämien. Wenn du gesund bist und selten medizinische Leistungen in Anspruch nimmst, kann dies eine attraktive Option sein. Bedenke jedoch, dass du im Krankheitsfall einen höheren Betrag selbst tragen musst, bevor die Kasse zahlt.
2. Versicherungsmodell wechseln: Viele Krankenkassen bieten alternative Versicherungsmodelle an, die Prämienrabatte gewähren. Dazu gehören:
Hausarztmodell: Du verpflichtest dich, bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst deinen Hausarzt zu konsultieren.
HMO-Modell: Du wählst ein Gesundheitszentrum (HMO), das als erste Anlaufstelle dient und die Koordination deiner Behandlungen übernimmt.
* Telmed-Modell: Du kontaktierst bei gesundheitlichen Fragen zuerst eine telefonische Beratungsstelle.
Diese Modelle schränken deine freie Arztwahl ein, belohnen dich aber mit tieferen Prämien. Mehr dazu erfährst du in unserem Vergleich zu den Krankenkasse Modelle Unterschied.
3. Kassenwechsel prüfen: Da die Leistungen der Grundversicherung gesetzlich einheitlich sind, lohnt sich ein jährlicher Krankenkasse Wechsel, um die Prämien zu vergleichen. Die Prämien können je nach Kanton, Region und Krankenkasse erheblich variieren. Der Wechsel ist in der Regel per 30. November auf den 1. Januar des Folgejahres möglich.
4. Prämienverbilligung (IPV): Personen mit tieferen und mittleren Einkommen haben in der Schweiz Anspruch auf eine kantonale Prämienverbilligung. Die genauen Voraussetzungen und die Höhe der Unterstützung variieren je nach Kanton und Einkommenssituation. Es lohnt sich immer, den Anspruch beim jeweiligen Kanton zu prüfen.

Durch die Kombination dieser Strategien kannst du deine Prämien und die gesamte Kostenbeteiligung optimieren und die finanzielle Belastung durch die Krankenversicherung reduzieren.

Häufige Fragen

Was ist der Selbstbehalt bei der Grundversicherung?

Der Selbstbehalt ist der Kostenanteil, den du in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) selbst trägst, nachdem du deine gewählte Jahresfranchise aufgebraucht hast. Er beträgt in der Regel 10 Prozent der darüber hinausgehenden Gesundheitskosten, ist jedoch auf einen gesetzlichen Maximalbetrag pro Kalenderjahr begrenzt. Für Erwachsene liegt dieser Höchstbetrag im Jahr 15. Juni 2026 bei CHF 700.

Wie funktioniert das mit dem Selbstbehalt?

Sobald deine medizinischen Ausgaben die Höhe deiner gewählten Franchise überschreiten, übernimmt deine Krankenkasse 90 Prozent der weiteren Kosten. Die verbleibenden 10 Prozent der Kosten sind dein Selbstbehalt. Diesen Anteil zahlst du, bis der jährliche Maximalbetrag von CHF 700 (Erwachsene) bzw. CHF 350 (Kinder) erreicht ist. Danach trägt die Krankenkasse die Kosten zu 100 Prozent.

Wie wird der Selbstbehalt bei der Krankenkasse berechnet?

Der Selbstbehalt wird berechnet, indem 10 Prozent der Kosten herangezogen werden, die nach Abzug deiner Jahresfranchise übrig bleiben. Wenn deine Franchise beispielsweise CHF 300 beträgt und die Kosten CHF 500 übersteigen, zahlst du von diesen CHF 500 einen Selbstbehalt von 10 Prozent, also CHF 50. Die Berechnung endet, sobald der jährliche Maximalbetrag erreicht ist.

Ist der Selbstbehalt immer 10%?

In der Regel beträgt der Selbstbehalt in der obligatorischen Grundversicherung 10 Prozent der Kosten, die über der Franchise liegen. Es gibt jedoch Ausnahmen, wie beispielsweise bei bestimmten Medikamenten, für die ein erhöhter Selbstbehalt von 40 Prozent anfallen kann, wenn ein günstigeres Generikum verfügbar ist. Schwangerschaftsleistungen sind meist von Franchise und Selbstbehalt ausgenommen.

Welchen Einfluss hat die Franchise auf den Selbstbehalt?

Die Höhe deiner gewählten Franchise beeinflusst direkt, wann der Selbstbehalt überhaupt zum Tragen kommt. Je höher deine Franchise ist, desto mehr Kosten musst du zuerst selbst tragen, bevor die 10-prozentige Selbstbehaltsregelung einsetzt. Eine höhere Franchise führt zu tieferen Prämien, erhöht aber deine finanzielle Vorleistung im Krankheitsfall, bevor der Selbstbehalt greift.

Was bedeutet Selbstbehalt bei Versicherungen allgemein?

Der Begriff Selbstbehalt (oft auch als Kostenbeteiligung oder Deductible bezeichnet) beschreibt allgemein den Anteil an einem Schaden oder einer Leistung, den der Versicherte im Versicherungsfall selbst tragen muss. Er dient dazu, das Risiko zwischen Versicherer und Versichertem aufzuteilen und kleine Schäden oder Bagatellfälle vom Versicherungsschutz auszunehmen.

Fazit

Das Verständnis des Zusammenspiels von Franchise und Selbstbehalt ist grundlegend, um die Kosten der Schweizer Grundversicherung zu durchschauen und effektiv Prämien zu sparen. Ein klares Grundversicherung Selbstbehalt Beispiel hilft, die theoretischen Regeln des KVG in konkrete Zahlen zu übersetzen. Indem du deine persönliche Situation, deine Gesundheitsgewohnheiten und die verschiedenen Optionen berücksichtigst, kannst du die für dich optimale Kombination aus Franchise und Versicherungsmodell wählen. Nutze die Möglichkeit des jährlichen Vergleichs, um stets die passendste und kostengünstigste Lösung zu finden.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Schweizer Krankenversicherung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prämien, Franchisestufen und Fristen ändern sich; massgeblich sind die Angaben der Krankenversicherer, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der offizielle Prämienrechner priminfo.ch. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deinen Versicherer oder eine unabhängige Beratungsstelle.

Redaktionelle Inhalte: Maik Möhring Media, Schöntalweg 1, 8272 Ermatingen TG · mm@maik-möhring.ch

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

S
Sandra Keller

Sandra Keller – Grundversicherung, Zusatzversicherung (KVG/VVG).

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