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Influenza, RSV und Co: Fünf Krankheiten, die Kinder jetzt besonders plagen – und was dagegen hilft

Kinderkrankheiten umfassen eine Vielzahl von Infektionen, die vor allem im Kindesalter auftreten. Häufige Beispiele sind Grippe (Influenza), RSV (Respiratory Syncytial Virus), Scharlach, Windpocken und das Dreitagefieber. Diese Erkrankungen sind oft hoch ansteckend und zeigen bei Kindern spezifische Symptome.

Von Maik Möhring10 Min. LesezeitStand 21.08.2026
Kinderkrankheiten

Kinderkrankheiten umfassen eine Vielzahl von Infektionen, die vor allem im Kindesalter auftreten. Häufige Beispiele sind Grippe (Influenza), RSV (Respiratory Syncytial Virus), Scharlach, Windpocken und das Dreitagefieber. Diese Erkrankungen sind oft hoch ansteckend und zeigen bei Kindern spezifische Symptome.

Kinderkrankheiten
Symbolbild: Kinderkrankheiten (Bild: Picsum)

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinder sind anfälliger für bestimmte Infektionen als Erwachsene.
  • Influenza, RSV, Scharlach, Windpocken und Dreitagefieber sind häufige Kinderkrankheiten.
  • Symptome variieren je nach Krankheit, umfassen aber oft Fieber, Husten und Hautausschläge.
  • Impfungen und gute Hygienepraktiken sind wichtige Präventionsmassnahmen.

Influenza (Grippe) bei Kindern

Die Influenza, besser bekannt als Grippe, ist eine akute Atemwegserkrankung, die durch Influenzaviren verursacht wird. Kinder sind besonders anfällig, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist. Die Symptome können plötzlich auftreten und umfassen Fieber, Husten, Halsschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Kopfschmerzen. Bei kleinen Kindern können auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Die Grippe kann bei Kindern zu Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Dehydration führen. Daher ist es wichtig, bei Verdacht auf Grippe einen Arzt aufzusuchen. Die jährliche Grippeimpfung ist eine wirksame Präventionsmassnahme, um Kinder vor einer Infektion zu schützen und die Schwere der Symptome zu reduzieren.

RSV (Respiratory Syncytial Virus) – Eine häufige Atemwegsinfektion

Das Respiratory Syncytial Virus (RSV) ist ein weit verbreitetes Virus, das Atemwegsinfektionen verursacht, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern. Fast alle Kinder infizieren sich bis zum Alter von zwei Jahren mit RSV. Die Symptome ähneln oft einer Erkältung und umfassen Husten, Schnupfen, Fieber und Atembeschwerden. Bei Säuglingen kann RSV zu Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Atemwege) und Lungenentzündung führen, was einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen kann. Es gibt keine spezifische antivirale Therapie gegen RSV, die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung der Atmung. Gute Hygienepraktiken wie regelmässiges Händewaschen können helfen, die Ausbreitung von RSV zu verhindern.

Scharlach: Mehr als nur ein roter Ausschlag

Scharlach ist eine bakterielle Infektion, die durch Streptokokken der Gruppe A verursacht wird. Sie tritt hauptsächlich bei Kindern im Schulalter auf. Typische Symptome sind Halsschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen und ein charakteristischer roter Hautausschlag, der sich wie Sandpapier anfühlt. Die Zunge kann ebenfalls gerötet und geschwollen sein, was als Himbeerzunge bezeichnet wird. Scharlach wird mit Antibiotika behandelt, um Komplikationen wie rheumatisches Fieber und Nierenerkrankungen zu verhindern. Es ist wichtig, die vom Arzt verschriebene Antibiotikakur vollständig einzunehmen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind.

Windpocken (Varizellen): Juckreiz und Bläschen

Windpocken, auch Varizellen genannt, sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie ist durch einen juckenden, bläschenartigen Hautausschlag gekennzeichnet, der sich über den ganzen Körper ausbreiten kann. Weitere Symptome können Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit sein. Windpocken sind in der Regel eine milde Erkrankung, können aber bei Säuglingen, Jugendlichen und Erwachsenen schwerwiegender verlaufen. Eine Impfung gegen Windpocken ist sehr wirksam, um die Krankheit zu verhindern oder den Verlauf zu mildern. Kinder mit Windpocken sollten zu Hause bleiben, bis alle Bläschen verkrustet sind, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. Zur Linderung des Juckreizes können kühlende Lotionen und Antihistaminika eingesetzt werden. (Lesen Sie auch: Interaktiver Rechner: So hoch ist das Risiko,…)

Dreitagefieber (Exanthema subitum): Plötzliches Fieber und Ausschlag

Das Dreitagefieber, auch Exanthema subitum genannt, ist eine häufige Viruserkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie wird durch das Humane Herpesvirus 6 (HHV-6) verursacht. Typisch ist ein plötzlicher Fieberanstieg, der etwa drei Tage anhält. Wenn das Fieber sinkt, entwickelt das Kind einen rosafarbenen, fleckigen Hautausschlag, der sich über den Körper ausbreiten kann. Das Dreitagefieber ist in der Regel eine milde Erkrankung und heilt von selbst aus. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Symptome, wie z.B. Fiebersenkung.

Wie kann man Kinderkrankheiten vorbeugen?

Die Prävention von Kinderkrankheiten ist ein wichtiger Aspekt der Kindergesundheit. Es gibt verschiedene Massnahmen, die Eltern und Betreuer ergreifen können, um das Risiko einer Infektion zu verringern. Impfungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung vieler Kinderkrankheiten. Der Impfkalender des Robert Koch-Instituts (RKI) empfiehlt Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Polio, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Diese Impfungen sind sicher und wirksam und schützen Kinder vor schweren Krankheitsverläufen und Komplikationen.

Neben Impfungen sind gute Hygienepraktiken von grosser Bedeutung. Regelmässiges Händewaschen mit Seife und Wasser ist eine einfache, aber effektive Massnahme, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Kinder sollten lernen, ihre Hände nach dem Spielen im Freien, vor dem Essen und nach dem Toilettengang gründlich zu waschen. Auch das Niesen und Husten in die Armbeuge kann helfen, die Verbreitung von Viren und Bakterien zu reduzieren.

Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf stärken das Immunsystem und machen Kinder widerstandsfähiger gegen Infektionen. Frische Luft und regelmässige Bewegung fördern ebenfalls die Gesundheit und das Wohlbefinden. Es ist wichtig, dass Kinder genügend Zeit im Freien verbringen, um Vitamin D zu produzieren, das für ein starkes Immunsystem unerlässlich ist.

Bei Anzeichen einer Erkrankung sollten Kinder zu Hause bleiben, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Dies gilt insbesondere für Kinder mit Fieber, Husten oder Hautausschlag. Ein Arzt sollte konsultiert werden, um die Ursache der Symptome abzuklären und eine geeignete Behandlung einzuleiten. (Lesen Sie auch: Tipps für Veganerinnen: «Vegane Ernährung ist im…)

💡 Wichtig zu wissen

Die meisten Kinderkrankheiten sind hochansteckend. Achten Sie auf Hygiene und vermeiden Sie unnötigen Kontakt zu anderen Kindern, wenn Ihr Kind krank ist.

Die Rolle von Impfungen bei der Vorbeugung von Kinderkrankheiten

Impfungen sind eine der wirksamsten Massnahmen, um Kinderkrankheiten vorzubeugen. Sie schützen Kinder vor schweren Infektionen und Komplikationen. Der Impfkalender des Robert Koch-Instituts (RKI) empfiehlt eine Reihe von Impfungen für Kinder, darunter Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Polio, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Diese Impfungen sind sicher und wirksam und haben dazu beigetragen, die Häufigkeit vieler Kinderkrankheiten drastisch zu reduzieren.

Impfungen funktionieren, indem sie das Immunsystem des Körpers auf eine bestimmte Krankheit vorbereiten. Sie enthalten abgetötete oder abgeschwächte Erreger, die keine Krankheit verursachen, aber das Immunsystem dazu anregen, Antikörper zu bilden. Diese Antikörper schützen den Körper vor einer zukünftigen Infektion mit dem gleichen Erreger.

Es ist wichtig, den Impfkalender einzuhalten und alle empfohlenen Impfungen rechtzeitig durchzuführen. Versäumte Impfungen können nachgeholt werden, um den Schutz zu gewährleisten. Eltern sollten sich von ihrem Arzt über die Vorteile und Risiken von Impfungen beraten lassen und alle Fragen oder Bedenken besprechen.

Umgang mit Fieber bei Kindern

Fieber ist ein häufiges Symptom bei Kinderkrankheiten und ein Zeichen dafür, dass der Körper gegen eine Infektion kämpft. Es ist wichtig, das Fieber richtig zu behandeln, um das Wohlbefinden des Kindes zu verbessern und Komplikationen zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Hochverarbeitete Lebensmittel: Wie Chips das Gehirn manipulieren)

Die Körpertemperatur kann mit einem Thermometer gemessen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern wird die Temperatur am besten rektal gemessen, während bei älteren Kindern die Temperatur unter der Achsel oder im Ohr gemessen werden kann. Fieber liegt vor, wenn die Körpertemperatur über 38°C (rektal) oder 37,5°C (axillar) liegt.

Fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen können eingesetzt werden, um das Fieber zu senken und die Beschwerden des Kindes zu lindern. Die Dosierung sollte entsprechend dem Alter und Gewicht des Kindes erfolgen. Es ist wichtig, die Anweisungen des Arztes oder Apothekers genau zu befolgen.

Kinderkrankheiten
Symbolbild: Kinderkrankheiten (Bild: Picsum)

Zusätzlich zu Medikamenten können auchHausmittel helfen, das Fieber zu senken. Kühle Umschläge auf Stirn und Waden können die Körpertemperatur senken. Es ist wichtig, dass das Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, um eine Dehydration zu vermeiden. Leichte, leicht verdauliche Kost ist ebenfalls empfehlenswert.

Ein Arzt sollte konsultiert werden, wenn das Fieber sehr hoch ist, länger als drei Tage anhält oder von anderen Symptomen wie Atembeschwerden, Krampfanfällen oder Bewusstseinsstörungen begleitet wird.

Tabelle: Vergleich häufiger Kinderkrankheiten

Krankheit Erreger Typische Symptome Behandlung Prävention
Influenza (Grippe) Influenzaviren Fieber, Husten, Halsschmerzen, Muskelschmerzen Symptomatisch, antivirale Medikamente Grippeimpfung
RSV Respiratory Syncytial Virus Husten, Schnupfen, Atembeschwerden Symptomatisch Hygiene, passive Immunisierung für Risikokinder
Scharlach Streptokokken der Gruppe A Halsschmerzen, Fieber, Hautausschlag Antibiotika Hygiene
Windpocken Varizella-Zoster-Virus Juckender Hautausschlag mit Bläschen Symptomatisch, antivirale Medikamente Windpockenimpfung
Dreitagefieber Humanes Herpesvirus 6 (HHV-6) Plötzliches Fieber, Hautausschlag nach Fieberabfall Symptomatisch Keine spezifische Prävention

Die 6 wichtigsten Schritte zur Behandlung von Kinderkrankheiten zu Hause

  1. Ruhe und Erholung: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausreichend Ruhe bekommt, um sich zu erholen.
  2. Flüssigkeitszufuhr: Bieten Sie Ihrem Kind regelmässig Flüssigkeit an, um eine Dehydration zu vermeiden.
  3. Fiebersenkende Mittel: Verwenden Sie fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen gemäss den Anweisungen des Arztes oder Apothekers.
  4. Kühle Umschläge: Legen Sie kühle Umschläge auf Stirn und Waden, um das Fieber zu senken.
  5. Leichte Kost: Bieten Sie Ihrem Kind leichte, leicht verdauliche Kost an.
  6. Beobachtung: Beobachten Sie Ihr Kind aufmerksam und suchen Sie einen Arzt auf, wenn sich der Zustand verschlechtert oder neue Symptome auftreten.
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Fazit

Kinderkrankheiten sind ein unvermeidlicher Teil der Kindheit. Durch Impfungen, gute Hygienepraktiken und eine gesunde Lebensweise können viele dieser Erkrankungen jedoch verhindert oder zumindest in ihrem Verlauf gemildert werden. Eltern und Betreuer sollten sich über die verschiedenen Kinderkrankheiten informieren und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Kinder bestmöglich zu schützen.

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Maik Möhring

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