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Grundversicherung

HMO-Modell: Vor- und Nachteile in der Schweizer Grundversicherung

Das HMO-Modell bietet Prämienvorteile in der Schweizer Grundversicherung. Erfahre hier, wie es funktioniert, welche Vor- und Nachteile es hat und für wen es sich lohnt.

Von Sandra Keller13 Min. LesezeitStand 21.08.2026
HMO-Modell in der Schweizer Grundversicherung: Eine Gruppenpraxis als erste Anlaufstelle für koordinierte medizinische Versorgung.
Das HMO-Modell bietet attraktive Prämienrabatte für Versicherte, die eine koordinierte Versorgung bevorzugen.

Das HMO-Modell ist eine beliebte Wahl in der Schweizer Grundversicherung, um Prämien zu sparen – doch es bringt auch Einschränkungen mit sich. Wer sich für dieses alternative Versicherungsmodell entscheidet, muss sich verpflichten, bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst eine bestimmte Gruppenpraxis oder ein Gesundheitszentrum, eine sogenannte HMO-Praxis, aufzusuchen. Diese Regelung ermöglicht den Krankenkassen, die Kosten besser zu steuern und geben einen Teil der Einsparungen in Form von tieferen Prämien an die Versicherten weiter.

Kurz erklärt

Das HMO-Modell ist ein alternatives Versicherungsmodell der obligatorischen Grundversicherung in der Schweiz, bei dem du dich für eine Gruppenpraxis oder ein Gesundheitszentrum als erste Anlaufstelle entscheidest und dafür Prämienrabatte erhältst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das HMO-Modell bietet Prämienrabatte von bis zu 25 % im Vergleich zum Standardmodell der Grundversicherung.
  • Versicherte verpflichten sich, bei medizinischen Anliegen immer zuerst eine definierte HMO-Praxis aufzusuchen.
  • Die HMO-Praxis koordiniert alle weiteren Behandlungen und überweist bei Bedarf an Spezialisten oder ins Spital.
  • Die Leistungen der Grundversicherung sind im HMO-Modell identisch mit denen des Standardmodells, da sie gesetzlich im KVG festgelegt sind.
  • Ein Wechsel des Versicherungsmodells ist in der Regel per 1. Januar möglich, die Kündigungsfrist der Grundversicherung ist der 30. November.
  • HMO steht für «Health Maintenance Organization» und bezeichnet ein Gesundheitszentrum oder ein Netz von Ärzten.

Was ist ein HMO-Modell in der Grundversicherung?

Das HMO-Modell ist eine Form der obligatorischen Grundversicherung (KVG), die in der Schweiz eine beliebte Alternative zum Standardmodell darstellt. Bei diesem Modell verpflichtest du dich, im Krankheitsfall oder bei anderen gesundheitlichen Fragen immer zuerst eine bestimmte HMO-Praxis oder ein Gesundheitszentrum aufzusuchen. Diese Praxis dient als zentrale Anlaufstelle und koordiniert deine gesamte medizinische Versorgung. Im Gegenzug für diese Einschränkung der freien Arztwahl gewähren die Krankenkassen ihren Versicherten einen Prämienrabatt. Die Leistungen, die das HMO-Modell abdeckt, sind jedoch identisch mit den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der Grundversicherung, da diese im Krankenversicherungsgesetz (KVG) klar definiert sind und für alle Modelle gleich sind.

So funktioniert das HMO-Modell im Alltag

Im Alltag bedeutet das HMO-Modell, dass du dich bei Beschwerden nicht direkt an einen Spezialisten oder eine Spezialistin wenden kannst. Stattdessen ist deine ausgewählte HMO-Praxis der erste Kontakt. Die Ärzte dort beurteilen deinen Fall und entscheiden, ob eine Behandlung innerhalb der Praxis möglich ist oder ob eine Überweisung an eine Fachperson oder ein Spital notwendig ist. Diese Koordination soll Doppeluntersuchungen vermeiden, die Behandlungsqualität verbessern und die Kosten im Gesundheitssystem effizienter gestalten. Viele HMO-Praxen sind Gruppenpraxen, in denen verschiedene Fachrichtungen unter einem Dach vereint sind, was oft kurze Wege und eine gute interne Abstimmung ermöglicht.

HMO-Modell vs. Hausarztmodell: Wo liegen die Unterschiede?

Der Unterschied zwischen dem HMO-Modell und dem Hausarztmodell ist für viele Versicherte nicht immer klar, da beide alternative Versicherungsmodelle sind, die eine Einschränkung der Arztwahl zugunsten tieferer Prämien vorsehen. Der Kernunterschied liegt in der Art der ersten Anlaufstelle.

Im Hausarztmodell wählst du einen einzelnen Hausarzt oder eine Hausärztin aus einer Liste der Krankenkasse. Diese Person ist dann deine erste Ansprechperson bei allen medizinischen Fragen. Die Überweisung an Spezialisten erfolgt immer über diesen Hausarzt. Das Hausarztmodell ist oft persönlicher, da du eine feste Vertrauensperson hast.

Das HMO-Modell (Health Maintenance Organization) hingegen setzt auf eine Gruppenpraxis oder ein Gesundheitszentrum. Hier wählst du nicht eine einzelne Person, sondern eine ganze Praxis als deine erste Anlaufstelle. In einer HMO-Praxis arbeiten oft mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen sowie Therapeuten zusammen. Das bedeutet, dass du innerhalb der Praxis möglicherweise von verschiedenen Ärzten behandelt wirst, je nach Verfügbarkeit oder Spezialisierung. Der Vorteil ist oft eine breitere Expertise unter einem Dach und eine gute interne Koordination. Beide Modelle bieten Prämienrabatte im Vergleich zum Standardmodell, das die freie Arztwahl gewährt.

Vorteile des HMO-Modells: So profitierst du

Das HMO-Modell bietet verschiedene Vorteile, die es für viele Versicherte in der Schweiz attraktiv machen. Einer der wichtigsten Anreize sind die deutlich tieferen Prämien, die du im Vergleich zum Standardmodell zahlen kannst.

  • Prämienrabatt: Versicherte im HMO-Modell profitieren von einem signifikanten Rabatt auf ihre monatlichen Prämien. Dieser kann je nach Krankenkasse, Region und gewählter Franchise bis zu 25 % betragen und das Sparpotenzial bei den Krankenkassenprämien erheblich steigern.
  • Koordinierte Versorgung: Deine HMO-Praxis ist für die Koordination deiner gesamten medizinischen Behandlung zuständig. Dies kann zu einer besseren Abstimmung der Therapien führen, Doppeluntersuchungen vermeiden und die Qualität der Versorgung optimieren.
  • Effizienter Zugang zu Spezialisten: Obwohl du eine Überweisung benötigst, ist der Prozess oft effizienter. Die Ärzte in der HMO-Praxis kennen deine Krankengeschichte und können dich gezielt an die passende Fachperson überweisen, oft sogar innerhalb desselben Netzwerks.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Viele HMO-Praxen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, da verschiedene medizinische Disziplinen unter einem Dach vereint sind. Dies fördert eine umfassende Betreuung und kann die Kontinuität der Behandlung verbessern.

Diese Vorteile machen das HMO-Modell zu einer guten Option für Personen, die bereit sind, ihre Arztwahl einzuschränken, um dafür finanzielle Vorteile und eine koordinierte medizinische Betreuung zu erhalten.

Nachteile des HMO-Modells: Was du beachten solltest

Neben den Vorteilen bringt das HMO-Modell auch einige Nachteile mit sich, die du vor einem Wechsel sorgfältig abwägen solltest. Die Einschränkung der freien Arztwahl ist hierbei der zentrale Punkt.

  • Eingeschränkte Arztwahl: Du kannst bei gesundheitlichen Problemen nicht direkt zu einem Spezialisten deiner Wahl gehen. Jede Behandlung muss zuerst über deine HMO-Praxis laufen, die dann entscheidet, ob eine Überweisung notwendig ist.
  • Abhängigkeit von der HMO-Praxis: Du bist an die Ärzte und das Netzwerk deiner ausgewählten HMO-Praxis gebunden. Wenn du mit der Behandlung oder dem Service unzufrieden bist, kann ein Wechsel der Praxis kompliziert sein und ist oft nur zum Jahreswechsel möglich.
  • Längere Wege bei akuten Fällen: In Notfällen oder bei akuten Beschwerden musst du unter Umständen zuerst den Weg zur HMO-Praxis auf dich nehmen, bevor du weitergeleitet wirst. Dies kann in manchen Situationen als umständlich empfunden werden.
  • Mögliche Bürokratie: Obwohl die Koordination als Vorteil gilt, kann der Überweisungsprozess manchmal als zusätzlicher bürokratischer Schritt wahrgenommen werden, insbesondere wenn schnell ein Spezialist benötigt wird.
  • Nicht in allen Regionen verfügbar: Nicht alle Krankenkassen bieten das HMO-Modell in jeder Region der Schweiz an. Auch die Anzahl der verfügbaren HMO-Praxen kann je nach Kanton und Gemeinde stark variieren.

Diese Einschränkungen sind der Preis für die tieferen Prämien. Es ist wichtig, deine individuellen Bedürfnisse und Präferenzen zu berücksichtigen, bevor du dich für ein HMO-Modell entscheidest.

Für wen eignet sich das HMO-Modell?

Das HMO-Modell ist nicht für jeden Versicherten gleichermassen geeignet. Es richtet sich an bestimmte Personengruppen, die von den gebotenen Vorteilen am stärksten profitieren können und mit den Einschränkungen gut leben können.

  • Prämienbewusste Personen: Wer aktiv Prämien sparen möchte und dafür bereit ist, die freie Arztwahl einzuschränken, findet im HMO-Modell eine attraktive Lösung.
  • Personen mit wenig gesundheitlichen Problemen: Wenn du selten zum Arzt gehst und keine chronischen Krankheiten hast, bei denen du regelmässig Spezialisten aufsuchen musst, sind die Einschränkungen weniger gravierend.
  • Personen, die koordinierte Versorgung schätzen: Wenn du es bevorzugst, dass deine medizinische Versorgung von einer zentralen Stelle koordiniert wird und du nicht selbst Termine bei verschiedenen Spezialisten organisieren möchtest, kann das HMO-Modell vorteilhaft sein.
  • Familien: Viele Familien schätzen die Struktur einer Gruppenpraxis, da oft verschiedene Fachrichtungen für Kinder und Erwachsene unter einem Dach zu finden sind.
  • Personen in Städten und Agglomerationen: In dichter besiedelten Gebieten ist die Auswahl an HMO-Praxen in der Regel grösser, was die Akzeptanz des Modells erleichtert.

Das HMO-Modell ist weniger geeignet für Personen, die Wert auf uneingeschränkte freie Arztwahl legen oder bereits bei mehreren Spezialisten in Behandlung sind und diese nicht wechseln möchten.

HMO-Praxen und ihre Rolle in der Gesundheitsversorgung

HMO-Praxen sind das Herzstück des HMO-Modells. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Gesundheitsversorgung der Versicherten und sind meist als Gruppenpraxen oder Gesundheitszentren organisiert. Der Begriff «Health Maintenance Organization» (HMO) deutet bereits darauf hin, dass es hier nicht nur um die Behandlung von Krankheiten, sondern auch um die Erhaltung der Gesundheit geht.

Eine HMO-Praxis vereint in der Regel Allgemeinärzte, aber oft auch Ärzte verschiedener Fachrichtungen wie Paediater, Gynäkologen oder Physiotherapeuten unter einem Dach. Dies ermöglicht eine umfassende Betreuung aus einer Hand und kurze Kommunikationswege zwischen den verschiedenen medizinischen Fachpersonen. Die Ärzte in der HMO-Praxis sind deine erste Anlaufstelle bei allen gesundheitlichen Fragen und koordinieren sämtliche weiteren Schritte, einschliesslich Überweisungen an externe Spezialisten oder ins Spital. Einige Krankenkassen bieten auf ihren Websites Listen der mit ihnen kooperierenden HMO-Praxen an, wie beispielsweise die CSS oder CONCORDIA. Es ist ratsam, sich vor der Wahl eines HMO-Modells über die verfügbaren Praxen in deiner Region zu informieren.

Das HMO-Modell und die Prämien: So sparst du

Das HMO-Modell ist primär ein Sparmodell. Die Möglichkeit, Prämien zu senken, ist der Hauptgrund, warum sich viele Schweizerinnen und Schweizer für diese Versicherungsform entscheiden. Die Höhe der Prämieneinsparung ist dabei von mehreren Faktoren abhängig.

Der Prämienrabatt, den Krankenkassen beim HMO-Modell gewähren, kann, Stand 19. Juli 2026, je nach Versicherer, Kanton, Prämienregion und gewählter Franchise variieren. Typischerweise bewegen sich die Rabatte zwischen 10 % und 25 % im Vergleich zum Standardmodell. Je höher die gewählte Franchise ist, desto tiefer ist die Prämie in der Regel. In der Schweiz können Erwachsene eine Franchise zwischen CHF 300 und CHF 2’500 wählen. Eine höhere Franchise bedeutet zwar, dass du im Krankheitsfall einen grösseren Teil der Kosten selbst tragen musst, bevor die Krankenkasse zahlt, führt aber zu deutlich tieferen monatlichen Prämien.

Um das genaue Sparpotenzial für deine individuelle Situation zu ermitteln, ist ein Prämienvergleich auf priminfo.ch, dem offiziellen Prämienrechner des Bundes, unerlässlich. Dort kannst du die Prämien für das HMO-Modell verschiedener Krankenkassen in deiner Wohngemeinde mit den Prämien anderer Modelle vergleichen.

Wechsel zum HMO-Modell: Was ist zu beachten?

Der Wechsel zu einem HMO-Modell in der Grundversicherung ist wie jeder Wechsel des Versicherungsmodells an bestimmte Fristen gebunden. In der Regel kannst du deine Krankenkasse wechseln oder das Versicherungsmodell innerhalb deiner bestehenden Kasse auf den 1. Januar des Folgejahres ändern.

Die ordentliche Kündigungsfrist für die Grundversicherung ist der 30. November. Bis zu diesem Datum muss deine Kündigung oder dein Antrag auf Modellwechsel bei deinem aktuellen Versicherer eingegangen sein. Wenn du eine höhere als die minimale Franchise (CHF 300 für Erwachsene) hast oder ein alternatives Modell wie das HMO-Modell wählen möchtest, ist der 30. November die relevante Frist.

Es ist wichtig, dass du den Antrag für das HMO-Modell bei deiner gewünschten Krankenkasse rechtzeitig einreichst und die Bestätigung der Aufnahme abwartest, bevor du deine alte Grundversicherung kündigst. Da die Grundversicherung in der Schweiz obligatorisch ist und eine Aufnahmegarantie besteht, wirst du von jeder Kasse in die Grundversicherung aufgenommen. Bei einem Modellwechsel innerhalb derselben Kasse entfällt die Kündigung, du musst lediglich den Antrag auf Modellwechsel fristgerecht stellen.

Alternative Versicherungsmodelle im Überblick

Neben dem HMO-Modell gibt es in der Schweizer Grundversicherung noch weitere alternative Modelle, die ebenfalls Prämienrabatte im Vergleich zum Standardmodell bieten. Jedes Modell hat seine eigenen Regeln und ist für unterschiedliche Bedürfnisse geeignet.

  • Standardmodell (freie Arztwahl): Dies ist das teuerste Modell, bietet aber die grösste Flexibilität. Du kannst jederzeit frei wählen, welchen Arzt oder welche Ärztin du aufsuchen möchtest, ohne vorherige Überweisung. Erfahre mehr über das Standardmodell.
  • Hausarztmodell: Wie bereits erwähnt, wählst du hier einen festen Hausarzt, der deine erste Anlaufstelle ist und dich bei Bedarf an Spezialisten überweist.
  • Telmed-Modell: Bei diesem Modell musst du bei gesundheitlichen Problemen zuerst eine telefonische Hotline kontaktieren. Dort wird dein Fall beurteilt und du erhältst eine Empfehlung, ob ein Arztbesuch notwendig ist oder nicht.
  • Apotheken-Modell: Hier ist die Apotheke deine erste Anlaufstelle. Der Apotheker beurteilt deine Beschwerden und überweist dich bei Bedarf an einen Arzt.

Die Wahl des passenden Modells hängt stark von deinen persönlichen Präferenzen, deinem Gesundheitszustand und deiner Bereitschaft ab, gewisse Einschränkungen bei der Arztwahl in Kauf zu nehmen. Ein Vergleich der verschiedenen Modelle und ihrer Prämien ist immer empfehlenswert.

Aus der Redaktion

Das HMO-Modell bietet eine interessante Balance zwischen Prämieneinsparungen und einer organisierten medizinischen Versorgung. Wir beobachten, dass es besonders für Familien und Personen, die eine zentrale Anlaufstelle schätzen, attraktiv ist. Wichtig ist, die eigene Wohnregion und die verfügbaren HMO-Praxen zu prüfen, bevor man sich entscheidet, um sicherzustellen, dass die Leistungserbringung im Bedarfsfall optimal ist.

Häufige Fragen zum HMO-Modell

Was ist ein HMO-Modell?

Ein HMO-Modell ist eine Form der obligatorischen Grundversicherung in der Schweiz. Es verlangt von Versicherten, bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst eine spezifische Gruppenpraxis oder ein Gesundheitszentrum (HMO-Praxis) aufzusuchen. Diese Praxis koordiniert dann alle weiteren medizinischen Schritte, einschliesslich Überweisungen an Spezialisten. Im Gegenzug für diese Einschränkung der freien Arztwahl erhalten Versicherte attraktive Prämienrabatte im Vergleich zum Standardmodell.

Was ist der Unterschied zwischen HMO-Modell und Hausarztmodell?

Der Hauptunterschied liegt in der ersten Anlaufstelle. Beim Hausarztmodell wählst du einen einzelnen Hausarzt als erste Kontaktperson. Dieser Hausarzt ist deine feste Vertrauensperson und koordiniert alle Überweisungen. Beim HMO-Modell wählst du eine ganze Gruppenpraxis oder ein Gesundheitszentrum. Hier wirst du möglicherweise von verschiedenen Ärzten innerhalb der Praxis betreut, die sich intern abstimmen und dich bei Bedarf an Spezialisten weiterleiten. Beide Modelle bieten Prämienvorteile.

Welche Nachteile hat das HMO-Modell?

Die wesentlichen Nachteile des HMO-Modells sind die eingeschränkte Arztwahl und die Notwendigkeit, immer zuerst die zugewiesene HMO-Praxis aufzusuchen. Du kannst nicht direkt zu einem Spezialisten deiner Wahl gehen, sondern benötigst eine Überweisung. Dies kann in manchen Situationen als umständlich empfunden werden und erfordert eine gewisse Flexibilität bei der Wahl der behandelnden Ärzte.

Für was steht HMO?

HMO steht für «Health Maintenance Organization». Dieser Begriff beschreibt eine Organisation, die für die Aufrechterhaltung der Gesundheit ihrer Mitglieder zuständig ist und dabei eine koordinierte medizinische Versorgung anbietet. In der Schweiz bezieht sich der Begriff auf ein Versicherungsmodell, das auf solchen organisierten Gruppenpraxen oder Gesundheitszentren basiert, um die Effizienz der Gesundheitsversorgung zu steigern und Kosten zu senken.

Wie finde ich eine HMO-Praxis?

Um eine passende HMO-Praxis zu finden, solltest du dich direkt bei deiner gewünschten Krankenkasse informieren. Die meisten Versicherer, die das HMO-Modell anbieten, stellen auf ihrer Website Listen der kooperierenden Gruppenpraxen und Gesundheitszentren zur Verfügung. Es ist ratsam, die Verfügbarkeit von HMO-Praxen in deiner Wohnregion zu prüfen, bevor du dich für dieses Modell entscheidest, um sicherzustellen, dass die medizinische Versorgung in deiner Nähe gewährleistet ist.

Kann ich das HMO-Modell jederzeit wechseln?

Nein, das HMO-Modell kann nicht jederzeit gewechselt werden. Wie andere alternative Versicherungsmodelle der Grundversicherung ist ein Wechsel in der Regel nur einmal jährlich auf den 1. Januar des Folgejahres möglich. Die Kündigungsfrist für die Grundversicherung ist der 30. November. Bis zu diesem Datum musst du deiner Krankenkasse mitteilen, dass du das Modell wechseln möchtest. Es ist wichtig, diese Frist einzuhalten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Fazit

Das HMO-Modell ist eine attraktive Option in der Schweizer Grundversicherung für alle, die Prämien sparen möchten und eine koordinierte medizinische Versorgung schätzen. Es erfordert die Bereitschaft, die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen auf eine bestimmte Gruppenpraxis zu beschränken. Wäge die Vor- und Nachteile sorgfältig ab und vergleiche die Angebote der verschiedenen Krankenkassen in deiner Region auf priminfo.ch, um das für dich passende Modell zu finden. Eine individuelle Beratung kann dir helfen, die beste Entscheidung für deine persönliche Situation zu treffen.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Schweizer Krankenversicherung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prämien, Franchisestufen und Fristen ändern sich; massgeblich sind die Angaben der Krankenversicherer, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der offizielle Prämienrechner priminfo.ch. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deinen Versicherer oder eine unabhängige Beratungsstelle.

Redaktionelle Inhalte: Maik Möhring Media, Schöntalweg 1, 8272 Ermatingen TG · mm@maik-möhring.ch

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

S
Sandra Keller

Sandra Keller – Grundversicherung, Zusatzversicherung (KVG/VVG).

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