Die Wahl der richtigen Franchise in der obligatorischen Grundversicherung kann sich erheblich auf deine jährlichen Gesundheitskosten auswirken. Die Grundversicherung Franchise 500 stellt dabei eine mittlere Stufe dar, die für viele Versicherte einen guten Kompromiss zwischen tieferer Monatsprämie und überschaubarer Eigenbeteiligung bietet, wenn du mit moderaten Gesundheitsausgaben rechnest.
Die Grundversicherung Franchise 500 bedeutet, dass du bis zu CHF 500 deiner jährlichen Gesundheitskosten selbst bezahlst, bevor sich die Krankenkasse beteiligt. Im Gegenzug profitierst du von einer tieferen Monatsprämie im Vergleich zur Standardfranchise von CHF 300.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Grundversicherung Franchise 500 ist eine wählbare Franchise-Stufe für Erwachsene in der Schweiz.
- Sie liegt über der ordentlichen Franchise von CHF 300 und unter den höheren Stufen bis CHF 2’500.
- Mit einer Franchise von CHF 500 sinkt deine monatliche Prämie im Vergleich zur CHF 300-Franchise.
- Du übernimmst die ersten CHF 500 der Kosten pro Kalenderjahr selbst, danach folgt der Selbstbehalt.
- Diese Franchise-Stufe kann sinnvoll sein, wenn du moderate und kalkulierbare Gesundheitskosten erwartest.
- Eine Änderung der Franchise ist jährlich auf den 1. Januar möglich, die Mitteilung an die Kasse muss fristgerecht erfolgen.
Was ist die Grundversicherung Franchise 500 und wie funktioniert sie?
Die Grundversicherung Franchise 500 ist eine der sechs wählbaren Franchise-Stufen, die Erwachsenen in der Schweiz zur Verfügung stehen. Gemäss dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) kannst du als Versicherter neben der ordentlichen Franchise von CHF 300 auch höhere Wahlfranchisen bis zu CHF 2’500 wählen. Die Franchise von CHF 500 bedeutet, dass du die ersten CHF 500 deiner durch die Grundversicherung gedeckten Behandlungskosten pro Kalenderjahr selbst tragen musst. Erst wenn diese Summe erreicht ist, beginnt sich deine Krankenkasse an den weiteren Kosten zu beteiligen.
Dieser Mechanismus ist ein zentraler Bestandteil des Schweizer Gesundheitssystems. Durch die Wahl einer höheren Franchise wie CHF 500 übernimmst du ein grösseres finanzielles Risiko im Krankheitsfall, was die Krankenkassen mit einem Rabatt auf deine Monatsprämie belohnen. Die Idee dahinter ist, dass Versicherte mit höherer Eigenbeteiligung bewusster mit Gesundheitsleistungen umgehen. Es ist daher wichtig, deine persönliche Situation und deine erwarteten Gesundheitsausgaben realistisch einzuschätzen.
Franchise einfach erklärt: Der Unterschied zu Selbstbehalt und Kostenbeteiligung
Die Begriffe Franchise und Selbstbehalt werden oft verwechselt, beschreiben aber unterschiedliche Komponenten deiner Kostenbeteiligung in der Grundversicherung. Die Franchise ist der fixe Betrag, den du pro Kalenderjahr selbst bezahlen musst, bevor die Krankenkasse überhaupt Leistungen übernimmt. Bei der Grundversicherung Franchise 500 sind dies eben CHF 500. Dieser Betrag ist unabhängig von der Höhe deiner tatsächlichen Behandlungskosten, solange sie die Franchise nicht übersteigen.
Nachdem du deine Franchise vollständig bezahlt hast, kommt der Selbstbehalt ins Spiel. Dieser beträgt in der obligatorischen Grundversicherung 10 % der weiteren Behandlungskosten. Der Selbstbehalt ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Kalenderjahr begrenzt. Das bedeutet, dass deine gesamte Kostenbeteiligung (Franchise plus Selbstbehalt) pro Jahr niemals CHF 3’200 (CHF 2’500 Franchise + CHF 700 Selbstbehalt) übersteigen kann – im Fall der Grundversicherung Franchise 500 sind es maximal CHF 1’200 (CHF 500 Franchise + CHF 700 Selbstbehalt). Für Kinder und Jugendliche gelten tiefere Franchisen und Selbstbehalte, in der Regel liegt der maximale Selbstbehalt bei CHF 350.
Wann lohnt sich die Grundversicherung Franchise 500?
Die Grundversicherung Franchise 500 ist eine gute Option für dich, wenn du dich in einer Situation befindest, in der du moderate und kalkulierbare Gesundheitskosten erwartest. Dies könnte der Fall sein, wenn du beispielsweise nicht regelmässig zum Arzt gehst, aber auch nicht völlig gesund bist. Im Vergleich zur Standardfranchise von CHF 300 sparst du mit der CHF 500-Franchise eine gewisse Summe bei der Monatsprämie. Dieser Sparbetrag muss jedoch höher sein als die zusätzlichen CHF 200, die du im Krankheitsfall mehr als Franchise bezahlen müsstest.
Ein Wechsel zur Grundversicherung Franchise 500 kann sich lohnen, wenn deine jährlichen Gesundheitskosten voraussichtlich zwischen CHF 500 und CHF 1’200 liegen. Liegen deine Kosten deutlich unter CHF 500, wäre eine höhere Franchise wie CHF 1’000 oder sogar CHF 2’500 finanziell vorteilhafter, da du dann von einem grösseren Prämienrabatt profitierst und die Franchise ohnehin nicht ausschöpfst. Erwartest du hingegen hohe und regelmässige Gesundheitsausgaben, ist die ordentliche Franchise von CHF 300 oft die bessere Wahl, da deine monatlichen Prämien zwar höher sind, deine maximale Kostenbeteiligung aber tiefer liegt. Der offizielle Prämienrechner priminfo.ch hilft dir, die Prämienunterschiede für deinen Wohnort und dein Alter zu simulieren.
Einfluss der Franchise auf die Prämie der Grundversicherung
Der direkte Zusammenhang zwischen der Höhe der Franchise und der monatlichen Prämie ist ein Kernmerkmal der Schweizer Grundversicherung. Wählst du eine höhere Franchise, wie die Grundversicherung Franchise 500, erklärst du dich bereit, einen grösseren Teil deiner medizinischen Kosten selbst zu tragen. Als Gegenleistung gewährt dir deine Krankenkasse einen Rabatt auf deine monatliche Prämie. Dieser Rabatt kann je nach Versicherer, Wohnort und Alter variieren, ist aber gesetzlich vorgeschrieben.
Der maximale Rabatt, der bei einer Franchise von CHF 500 gewährt werden darf, ist vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) festgelegt und liegt bei CHF 140 pro Jahr (Stand 7. Juli 2026). Das bedeutet, dass deine monatliche Prämie um bis zu CHF 11.65 sinkt. Diesen Sparbetrag musst du gegen die zusätzlichen CHF 200 abwägen, die du bei einer vollen Ausschöpfung der Franchise mehr bezahlen müsstest als bei der Standardfranchise von CHF 300. Ein detaillierter Krankenkassenvergleich unter Berücksichtigung deiner erwarteten Gesundheitskosten ist daher unerlässlich, um die optimale Franchise-Stufe zu finden und effektiv Krankenkasse Prämien zu sparen.
Als Fachredaktorin beobachte ich, dass viele Versicherte die Wahl der Franchise unterschätzen. Gerade die Grundversicherung Franchise 500 kann in bestimmten Lebensphasen eine sinnvolle Balance zwischen Prämienlast und Eigenbeteiligung bieten, wenn man die persönlichen Gesundheitskosten realistisch einschätzt. Es ist ratsam, nicht nur die monatliche Prämienersparnis zu sehen, sondern auch, wie hoch die maximale jährliche Eigenbeteiligung im schlimmsten Fall sein kann.
Franchise wechseln: Fristen und Möglichkeiten
Die Wahlfranchise in der Grundversicherung kannst du grundsätzlich einmal pro Jahr ändern. Eine Erhöhung der Franchise ist jeweils auf den 1. Januar des Folgejahres möglich. Die Mitteilung an deine Krankenkasse muss spätestens bis zum 30. November des laufenden Jahres bei deinem Versicherer eingegangen sein. Wenn du also von einer tiefen Franchise auf die Grundversicherung Franchise 500 wechseln möchtest, hast du dafür bis Ende November Zeit.
Eine Reduktion der Franchise, beispielsweise von CHF 1’000 auf CHF 500, ist ebenfalls auf den 1. Januar möglich. Hier gelten jedoch oft kürzere Fristen: Die Mitteilung muss in der Regel bis zum 30. September bei der Krankenkasse vorliegen. Es ist wichtig, diese Fristen genau einzuhalten, da sonst die Änderung erst im übernächsten Jahr wirksam wird. Falls du deine Krankenkasse wechseln möchtest, kannst du die Franchise auch direkt bei der neuen Kasse wählen. Der Krankenkasse Wechsel ist ebenfalls per 1. Januar möglich, sofern du die Kündigungsfrist deiner alten Kasse beachtest.
Grundversicherung Franchise 500 im Vergleich zu anderen Stufen
Neben der Grundversicherung Franchise 500 gibt es für Erwachsene die ordentliche Franchise von CHF 300 und die höheren Wahlfranchisen von CHF 1’000, CHF 1’500, CHF 2’000 und CHF 2’500. Jede dieser Stufen bietet einen unterschiedlichen Prämienrabatt und erfordert eine entsprechend höhere Eigenbeteiligung, bevor die Krankenkasse die Kosten übernimmt.
CHF 300 Franchise: Die tiefste Stufe, ideal bei regelmässigen Arztbesuchen oder chronischen Erkrankungen. Die monatliche Prämie ist am höchsten, die maximale Eigenbeteiligung (Franchise + Selbstbehalt) aber am tiefsten (CHF 300 + CHF 700 = CHF 1’000).
CHF 500 Franchise: Ein guter Mittelweg für Personen mit moderaten Gesundheitskosten. Tieferer Prämienrabatt als bei höheren Franchisen, aber ueberschaubarere Eigenbeteiligung im Vergleich zu CHF 300.
* CHF 1’000 bis CHF 2’500 Franchise: Diese Stufen sind für sehr gesunde Personen mit geringen oder keinen Gesundheitskosten gedacht. Hier profitierst du von den höchsten Prämienrabatten. Dafür ist deine Eigenbeteiligung im Krankheitsfall entsprechend hoch. Die Grundversicherung Franchise 2500 bietet den maximalen Rabatt, erfordert aber auch die höchste Eigenleistung.
Die Wahl der passenden Franchise hängt stark von deinem individuellen Gesundheitszustand und deiner finanziellen Risikobereitschaft ab. Ein jährlicher Check deines Bedarfs ist empfehlenswert.
Auswirkungen der Grundversicherung Franchise 500 auf spezielle Behandlungen
Die Wahl der Grundversicherung Franchise 500 wirkt sich auf alle Leistungen aus, die von der obligatorischen Grundversicherung abgedeckt sind. Dazu gehören Arztbesuche, Medikamente, Spitalaufenthalte in der allgemeinen Abteilung, Physiotherapie und auch bestimmte Leistungen im Bereich der Psychotherapie. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Franchise immer zuerst zum Tragen kommt, unabhängig von der Art der Behandlung.
Das bedeutet, wenn du mit der Grundversicherung Franchise 500 versichert bist und beispielsweise eine Physiotherapie benötigst, übernimmst du die Kosten dafür, bis die CHF 500 erreicht sind. Danach greift der Selbstbehalt von 10 %. Dies gilt für alle Leistungen, die im Leistungskatalog des KVG festgeschrieben sind. Für Leistungen, die nicht von der Grundversicherung abgedeckt sind, wie beispielsweise viele Zahnbehandlungen oder Sehhilfen für Erwachsene, spielt die Franchise keine Rolle. Hierfür wären gegebenenfalls Zusatzversicherungen notwendig.
Häufige Fragen zur Grundversicherung Franchise 500
Welche Franchisestufen gibt es bei der Krankenkasse?
Für Erwachsene gibt es in der Schweizer Grundversicherung sechs gesetzlich festgelegte Franchise-Stufen: CHF 300 (die ordentliche Franchise), CHF 500, CHF 1’000, CHF 1’500, CHF 2’000 und CHF 2’500. Diese Stufen sind bei allen Krankenkassen identisch. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre liegt die ordentliche Franchise bei CHF 0, es können aber Wahlfranchisen bis CHF 600 gewählt werden, die einen geringeren Prämienrabatt bieten.
Wie hoch ist die Franchise bei der KVG?
Die ordentliche Franchise bei der KVG, also der gesetzlichen Grundversicherung, beträgt CHF 300 pro Kalenderjahr für Erwachsene. Die hier besprochene Grundversicherung Franchise 500 ist eine der wählbaren höheren Franchisen. Für Kinder wird in der Regel keine ordentliche Franchise erhoben, es besteht jedoch die Möglichkeit, eine Wahlfranchise von CHF 100, CHF 200, CHF 300, CHF 400, CHF 500 oder CHF 600 zu wählen, um Prämien zu sparen.
Was bedeutet 2500 Franchise?
Eine Franchise von CHF 2’500 bedeutet, dass du die ersten CHF 2’500 deiner jährlichen Gesundheitskosten, die von der Grundversicherung gedeckt sind, selbst tragen musst. Erst danach übernimmt die Krankenkasse 90 % der weiteren Kosten, während du 10 % als Selbstbehalt bis maximal CHF 700 pro Jahr bezahlst. Diese hohe Franchise ist mit dem grössten Prämienrabatt verbunden und eignet sich primär für Personen, die sehr selten medizinische Leistungen in Anspruch nehmen.
Welchen Einfluss hat die Franchise auf die Prämie der Grundversicherung?
Die Franchise hat einen direkten und signifikanten Einfluss auf die Höhe deiner monatlichen Prämie in der Grundversicherung. Je höher die gewählte Franchise ist, desto tiefer fällt deine monatliche Prämie aus. Dies liegt daran, dass du mit einer höheren Franchise ein grösseres finanzielles Risiko bei den Gesundheitskosten selbst übernimmst. Umgekehrt gilt: Eine tiefe Franchise führt zu einer höheren Prämie, da die Kasse früher in die Kostenbeteiligung einsteigt.
Wie wird die Franchise in der Schweiz ausgesprochen?
Das Wort «Franchise» wird in der Schweiz typischerweise französisch ausgesprochen: [frɑ̃ˈʃiːz]. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe. Es ist ein geläufiger Begriff im Schweizer Versicherungswesen und wird umgangssprachlich wie auch offiziell so verwendet.
Kann ich meine Grundversicherung Franchise 500 jederzeit ändern?
Nein, die Franchise kann nicht jederzeit geändert werden. Eine Änderung der Franchise-Stufe ist grundsätzlich nur einmal pro Jahr auf den 1. Januar möglich. Dabei gelten unterschiedliche Fristen: Eine Erhöhung der Franchise muss spätestens bis zum 30. November bei der Krankenkasse gemeldet werden. Eine Reduktion der Franchise muss bereits bis zum 30. September bei der Krankenkasse eingegangen sein.
Was passiert, wenn meine Gesundheitskosten die Grundversicherung Franchise 500 übersteigen?
Übersteigen deine Gesundheitskosten die Grundversicherung Franchise 500, beginnt die Krankenkasse, sich an den weiteren Kosten zu beteiligen. Du bezahlst dann zusätzlich einen Selbstbehalt von 10 % der über die Franchise hinausgehenden Kosten. Dieser Selbstbehalt ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Kalenderjahr begrenzt. Sobald du die CHF 500 Franchise und die CHF 700 Selbstbehalt (insgesamt CHF 1’200) erreicht hast, übernimmt die Krankenkasse die vollen Kosten der versicherten Leistungen für den Rest des Kalenderjahres.
Fazit
Die Grundversicherung Franchise 500 bietet einen mittleren Weg für dich, wenn du deine monatlichen Prämien senken möchtest, aber nicht bereit bist, das volle Risiko einer sehr hohen Franchise einzugehen. Sie eignet sich besonders für Personen, die moderate Gesundheitskosten erwarten und eine überschaubare Eigenbeteiligung bevorzugen. Um die für dich optimale Franchise-Stufe zu finden, ist ein jährlicher Vergleich deiner Prämien und eine realistische Einschätzung deiner Gesundheitsbedürfnisse unerlässlich. Nutze dafür den offiziellen Prämienrechner priminfo.ch und wende dich bei Unsicherheiten an eine unabhängige Beratungsstelle.
Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Schweizer Krankenversicherung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prämien, Franchisestufen und Fristen ändern sich; massgeblich sind die Angaben der Krankenversicherer, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der offizielle Prämienrechner priminfo.ch. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deinen Versicherer oder eine unabhängige Beratungsstelle.
Redaktionelle Inhalte: Maik Möhring Media, Schöntalweg 1, 8272 Ermatingen TG · mm@maik-möhring.ch
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Sandra Keller – Grundversicherung, Zusatzversicherung (KVG/VVG).


