Die Grundversicherung Franchise 1000 ist eine der am häufigsten gewählten Optionen in der Schweiz, da sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen tieferen monatlichen Prämien und einer überschaubaren Kostenbeteiligung bietet. Diese Franchise-Stufe kann dir helfen, deine Krankenkassenprämien spürbar zu senken, wenn du nur selten medizinische Leistungen in Anspruch nimmst, aber dennoch eine gewisse finanzielle Absicherung wünschst.
Die Grundversicherung Franchise 1000 bedeutet, dass du im Jahr bis zu 1’000 Franken deiner Gesundheitskosten selbst trägst, bevor sich deine Krankenkasse an den weiteren Ausgaben beteiligt. Im Gegenzug profitierst du von deutlich tieferen monatlichen Prämien als bei einer Franchise von CHF 300.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Grundversicherung Franchise 1000 ist eine der sechs gesetzlich festgelegten Franchisestufen für Erwachsene in der Schweiz.
- Sie bietet im Vergleich zur Standard-Franchise von CHF 300 eine deutliche Prämienreduktion.
- Du übernimmst bei dieser Franchise die ersten CHF 1’000 der jährlichen medizinischen Kosten selbst.
- Danach beteiligt sich die Krankenkasse, wobei du zusätzlich einen Selbstbehalt von 10 % (maximal CHF 700 pro Jahr) trägst.
- Die Wahl der Franchise sollte anhand deiner erwarteten Gesundheitskosten und deiner finanziellen Puffer erfolgen.
- Eine Anpassung der Franchise ist in der Regel einmal jährlich zum 1. Januar möglich, mit einer Frist bis zum 30. November oder 31. März.
Was bedeutet die Grundversicherung Franchise 1000?
Die Grundversicherung Franchise 1000 ist ein zentraler Bestandteil des Schweizer Krankenversicherungssystems und beschreibt den fixen Betrag, den du als versicherte Person pro Kalenderjahr selbst an deine medizinischen Kosten bezahlen musst, bevor die obligatorische Krankenpflegeversicherung (KVG) die weiteren Kosten übernimmt. Für Erwachsene stehen in der Schweiz sechs gesetzlich definierte Franchisestufen zur Auswahl: CHF 300, 500, 1’000, 1’500, 2’000 und 2’500. Die Wahl einer höheren Franchise wie die CHF 1’000 führt zu einer Reduktion deiner monatlichen Krankenkassenprämien, da du dich stärker an den Kosten beteiligst.
Dieses System der Kostenbeteiligung ist ein Kernmerkmal der Schweizer Grundversicherung. Es soll die Versicherten zu einem bewussteren Umgang mit medizinischen Leistungen anhalten und gleichzeitig die Prämien stabil halten. Die Franchise 1000 ist dabei ein Kompromiss für Personen, die nicht die höchste Franchise von CHF 2’500 wählen möchten, aber dennoch von einer Prämienreduktion profitieren wollen.
So funktioniert die Kostenbeteiligung mit einer Franchise von CHF 1’000
Die Funktionsweise der Grundversicherung Franchise 1000 lässt sich am besten anhand eines Beispiels erklären, das sowohl die Franchise als auch den Selbstbehalt berücksichtigt. Die Kostenbeteiligung in der Schweizer Grundversicherung setzt sich aus diesen beiden Komponenten zusammen. Zuerst trägst du die volle Höhe deiner medizinischen Ausgaben bis zum Erreichen deiner gewählten Franchise.
Sobald du die CHF 1’000 erreicht hast, beteiligt sich deine Krankenkasse an den weiteren Kosten. Allerdings musst du nach Erreichen der Franchise immer noch einen sogenannten Selbstbehalt von 10 % der darüber hinausgehenden Kosten übernehmen. Dieser Selbstbehalt ist für Erwachsene auf maximal CHF 700 pro Kalenderjahr begrenzt. Das bedeutet, deine maximale jährliche Kostenbeteiligung bei einer Franchise von CHF 1’000 liegt bei CHF 1’000 (Franchise) + CHF 700 (maximaler Selbstbehalt) = CHF 1’700.
Beispielrechnung für die Grundversicherung Franchise 1000:
Nehmen wir an, deine jährlichen Gesundheitskosten belaufen sich auf CHF 2’500.
1. Franchise: Die ersten CHF 1’000 trägst du selbst.
2. Verbleibende Kosten: CHF 2’500 – CHF 1’000 = CHF 1’500.
3. Selbstbehalt: Von diesen CHF 1’500 musst du 10 % als Selbstbehalt übernehmen. Das sind CHF 150.
4. Kassenleistung: Die restlichen CHF 1’350 werden von deiner Krankenkasse übernommen.
5. Deine Gesamtkosten: CHF 1’000 (Franchise) + CHF 150 (Selbstbehalt) = CHF 1’150.
In diesem Szenario hat sich die Wahl der Grundversicherung Franchise 1000 gelohnt, da deine gesamten Kosten unter der maximalen Kostenbeteiligung von CHF 1’700 liegen.
Vorteile und Nachteile der Franchise 1’000
Die Wahl der Grundversicherung Franchise 1000 bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich, die du sorgfältig abwägen solltest, um die für dich passende Entscheidung zu treffen. Der Hauptvorteil einer höheren Franchise ist die signifikante Reduktion deiner monatlichen Prämien. Dies kann über das Jahr hinweg mehrere Hundert Franken ausmachen, die du anderweitig nutzen oder sparen kannst. Gerade für Personen mit stabilen Finanzen und einem geringen Risiko für hohe Gesundheitskosten ist dies ein attraktiver Sparhebel.
Ein potenzieller Nachteil ist das höhere finanzielle Risiko, falls unerwartet hohe Gesundheitskosten anfallen. Wenn du beispielsweise einen Unfall hast oder eine chronische Krankheit entwickelt, musst du zunächst die vollen CHF 1’000 selbst tragen, bevor die Kasse einspringt. Es ist daher entscheidend, dass du einen finanziellen Puffer für diesen Betrag hast. Die Franchise 1000 ist ein Mittelweg: Sie bietet eine gute Prämienersparnis, ohne das Risiko auf das Maximum von CHF 2’500 zu erhöhen. Im Gegensatz zur Grundversicherung Franchise 500 ist die Prämienreduktion spürbarer, das initiale Kostenrisiko aber auch höher.
Franchise 1’000 im Vergleich zu anderen Franchisestufen
Die Grundversicherung bietet für Erwachsene sechs verschiedene Franchisestufen, die alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile haben. Die Mindestfranchise beträgt CHF 300, während die höchste wählbare Franchise CHF 2’500 ist. Die Wahl der optimalen Franchise hängt stark von deinen individuellen Gesundheitsgewohnheiten und deiner finanziellen Situation ab. Die Franchise 1’000 positioniert sich dabei als mittlere Option.
Übersicht der Franchisestufen und Prämienrabatte (Stand 15. Juli 2026, Werte sind Beispiele und können variieren):
| Franchise (Erwachsene) | Geschätzter Prämienrabatt pro Monat (vs. CHF 300) | Maximale jährliche Kostenbeteiligung | Geeignet für |
| :——————— | :———————————————— | :——————————– | :———- |
| CHF 300 (Standard) | 0 % | CHF 1’000 (300 Franchise + 700 Selbstbehalt) | Personen mit hohen/regelmässigen Gesundheitskosten |
| CHF 500 | ca. 5 – 10 % | CHF 1’200 (500 Franchise + 700 Selbstbehalt) | Personen mit leicht erhöhten Kosten |
| CHF 1’000 | ca. 10 – 20 % | CHF 1’700 (1’000 Franchise + 700 Selbstbehalt) | Personen mit durchschnittlichen bis geringen Kosten |
| CHF 1’500 | ca. 15 – 25 % | CHF 2’200 (1’500 Franchise + 700 Selbstbehalt) | Personen mit geringen, planbaren Kosten |
| CHF 2’000 | ca. 20 – 30 % | CHF 2’700 (2’000 Franchise + 700 Selbstbehalt) | Personen mit sehr geringen Kosten |
| CHF 2’500 (Maximum) | ca. 25 – 40 % | CHF 3’200 (2’500 Franchise + 700 Selbstbehalt) | Personen mit sehr geringen Kosten und hohem Sparpotenzial |
Der Prämienrabatt nimmt mit jeder höheren Franchisestufe zu. Ein Prämienrechner zeigt dir die genauen Rabatte für deine Region. Es ist wichtig zu beachten, dass die Franchise nur die Grundversicherung betrifft. Für die Zusatzversicherung gelten andere Regeln und keine Franchise im herkömmlichen Sinne. Auch die Krankenkassen selbst haben keinen Einfluss auf die gesetzlich vorgegebene Höhe der Franchise.
Wann lohnt sich die Grundversicherung Franchise 1’000 für dich?
Die Grundversicherung Franchise 1000 ist besonders sinnvoll für Personen, die über das Jahr hinweg voraussichtlich geringe bis durchschnittliche Gesundheitskosten haben. Dies trifft oft auf junge, gesunde Erwachsene oder Familien ohne chronische Erkrankungen zu. Wenn du selten zum Arzt gehst, keine regelmässigen Medikamente benötigst und keine grösseren Behandlungen planst, kann eine Franchise von CHF 1’000 eine attraktive Option sein, um Prämien zu sparen.
Ein guter Indikator ist, wenn deine jährlichen Gesundheitskosten inklusive Medikamente und Arztbesuche in den letzten Jahren unter etwa CHF 1’700 lagen. Liegen deine Kosten konstant darunter, profitierst du von den tieferen Prämien, ohne die maximale Kostenbeteiligung von CHF 1’700 auszuschöpfen. Es ist ratsam, deine durchschnittlichen jährlichen Gesundheitskosten zu überschlagen, bevor du dich für eine Franchisestufe entscheidest. Bedenke dabei auch unvorhergesehene Ereignisse. Ein finanzieller Puffer für die CHF 1’000 Franchise plus Selbstbehalt ist immer empfehlenswert.
Wechsel oder Anpassung der Franchise: So gehst du vor
Die Franchise deiner Grundversicherung kannst du in der Regel einmal jährlich anpassen. Dies geschieht auf den 1. Januar des Folgejahres. Die Fristen für eine solche Anpassung sind gesetzlich festgelegt und müssen unbedingt eingehalten werden. Möchtest du deine Franchise erhöhen (z. B. von CHF 300 auf CHF 1’000), musst du dies deiner Krankenkasse bis zum 31. Dezember mitteilen. Der Wechsel wird dann auf den 1. Januar wirksam.
Wenn du deine Franchise senken möchtest (z. B. von CHF 1’000 auf CHF 300), musst du dies deiner Krankenkasse bis zum 30. November melden. Auch hier wird die Änderung auf den 1. Januar wirksam. Es ist wichtig, die schriftliche Bestätigung deiner Krankenkasse abzuwarten. Beachte, dass diese Fristen für die Grundversicherung gelten; bei einem Kassenwechsel sind ebenfalls bestimmte Fristen einzuhalten. Eine Anpassung der Franchise ist immer innerhalb der gleichen Krankenkasse möglich; du musst nicht den Versicherer wechseln, um deine Franchise zu ändern.
Die Rolle der Franchise bei der Prämienverbilligung
Die Prämienverbilligung (IPV) ist eine kantonale Unterstützung für Personen und Familien mit bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen, um die Kosten der obligatorischen Krankenversicherung zu reduzieren. Auch wenn du eine Grundversicherung Franchise 1000 gewählt hast, kannst du unter Umständen Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben. Die IPV wird unabhängig von der gewählten Franchise berechnet, basierend auf deinem Einkommen und Vermögen.
Das bedeutet, selbst wenn du von den Prämienrabatten einer höheren Franchise profitierst, kann eine zusätzliche kantonale Unterstützung deine monatlichen Ausgaben weiter senken. Der Antrag für die Prämienverbilligung muss direkt bei deinem Wohnsitzkanton gestellt werden. Informiere dich bei den kantonalen Behörden über die genauen Bedingungen und Fristen. Die Kombination aus einer passenden Franchise und möglicher IPV kann deine Gesundheitskosten erheblich optimieren.
Die Wahl der Franchise ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Optimierung deiner Krankenkassenkosten. Eine Grundversicherung Franchise 1000 kann eine ausgezeichnete Wahl sein, wenn du deine Gesundheitskosten gut einschätzen kannst und einen finanziellen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben hast. Wir empfehlen, regelmässig deine persönliche Situation zu überprüfen und die Franchise gegebenenfalls anzupassen, um nicht mehr als nötig zu bezahlen.
Häufige Fragen
Welche Franchisestufen gibt es bei der Krankenkasse?
Für Erwachsene gibt es sechs gesetzlich festgelegte Franchisestufen in der obligatorischen Grundversicherung: CHF 300, 500, 1’000, 1’500, 2’000 und 2’500. Diese Beträge sind bei allen Krankenkassen identisch und können einmal jährlich angepasst werden. Für Kinder bis 18 Jahre gibt es in der Regel keine Franchise, oder sie ist deutlich tiefer angesetzt.
Was ist die Mindestfranchise der Krankenkasse?
Die Mindestfranchise für Erwachsene in der Schweizer Grundversicherung beträgt CHF 300 pro Kalenderjahr. Dieser Betrag ist gesetzlich festgelegt und muss von allen Versicherten mindestens als Kostenbeteiligung getragen werden, bevor die Krankenkasse die weiteren Kosten übernimmt. Auch bei Prämienvergünstigungen ist dieser Betrag fällig.
Wie hoch ist die Franchise bei der KVG?
Bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KVG) können Erwachsene zwischen Franchisen von CHF 300, 500, 1’000, 1’500, 2’000 oder 2’500 wählen. Für Kinder bis zum vollendeten 18. Altersjahr wird in der Regel keine Franchise erhoben oder eine tiefere Stufe angeboten, um Familien finanziell zu entlasten.
Wann lohnt sich die tiefste Franchise?
Die tiefste Franchise von CHF 300 lohnt sich, wenn du erwartest, dass deine jährlichen Gesundheitskosten über CHF 1’700 bis CHF 2’000 liegen werden. In diesem Fall übersteigen die Prämienersparnisse einer höheren Franchise nicht die zusätzlichen Kosten, die du durch die höhere Eigenbeteiligung tragen müsstest.
Was ist der Unterschied zwischen Franchise und Selbstbehalt?
Die Franchise ist der fixe Jahresbetrag, den du als versicherte Person komplett selbst trägst, bevor die Krankenkasse Leistungen erbringt (z. B. CHF 1’000). Der Selbstbehalt ist ein prozentualer Anteil (10 %, maximal CHF 700 pro Jahr für Erwachsene), den du von den Kosten über der Franchise hinaus noch zusätzlich übernimmst.
Gibt es eine Franchise bei der Unfallversicherung?
Nein, in der obligatorischen Unfallversicherung (UVG), die bei Angestellten über den Arbeitgeber läuft oder in der Grundversicherung integriert ist, gibt es keine Franchise. Das bedeutet, dass im Falle eines Unfalls die Kosten ab dem ersten Franken von der Unfallversicherung übernommen werden, ohne dass du dich beteiligen musst.
Fazit
Die Wahl der Grundversicherung Franchise 1000 ist eine strategische Entscheidung, die deine monatlichen Prämien und deine finanzielle Belastung im Krankheitsfall direkt beeinflusst. Sie bietet eine gute Balance für viele Versicherte, die einen gewissen Sparvorteil suchen, ohne das maximale Kostenrisiko der höchsten Franchise einzugehen. Prüfe deine individuellen Gesundheitsausgaben und deine finanzielle Situation sorgfältig, um die für dich passende Franchise-Stufe zu finden. Ein regelmässiger Vergleich der Krankenkassenprämien auf priminfo.ch ist dabei unerlässlich.
Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Schweizer Krankenversicherung und ersetzt keine individuelle Beratung. Prämien, Franchisestufen und Fristen ändern sich; massgeblich sind die Angaben der Krankenversicherer, des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der offizielle Prämienrechner priminfo.ch. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deinen Versicherer oder eine unabhängige Beratungsstelle.
Redaktionelle Inhalte: Maik Möhring Media, Schöntalweg 1, 8272 Ermatingen TG · mm@maik-möhring.ch
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Sandra Keller – Grundversicherung, Zusatzversicherung (KVG/VVG).


