Krankenkasse Todesfall: So Kündigen Sie Richtig und Sparen Geld
Krankenkasse Todesfall: Im Trauerfall ist die korrekte Abwicklung der Versicherungsangelegenheiten entscheidend. Die Kündigung der Krankenkasse des Verstorbenen muss fristgerecht erfolgen, um...
Krankenkasse Todesfall: Im Trauerfall ist die korrekte Abwicklung der Versicherungsangelegenheiten entscheidend. Die Kündigung der Krankenkasse des Verstorbenen muss fristgerecht erfolgen, um unnötige Kosten zu vermeiden. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung für die Vorgehensweise.

Die Situation nach dem Verlust: Was ist jetzt zu tun?
Nach einem Todesfall müssen Hinterbliebene sich um zahlreiche Formalitäten kümmern. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit bestehenden Versicherungsverträgen, insbesondere der Krankenkasse. Eine rechtzeitige Kündigung ist wichtig, um unnötige Prämienzahlungen zu vermeiden. Die genauen Fristen und notwendigen Schritte variieren je nach Krankenkasse und Vertragsbedingungen. Es ist ratsam, sich frühzeitig zu informieren und die entsprechenden Dokumente zusammenzustellen.
Die wichtigsten Fakten
- Kündigungsfristen der Krankenkasse beachten.
- Sterbeurkunde als Nachweis bereithalten.
- Sowohl Grund- als auch Zusatzversicherungen prüfen.
- Kontakt zur Krankenkasse aufnehmen und Vorgehensweise erfragen.
Krankenkasse Kündigen im Todesfall: Die Chronologie
Der Umgang mit der Krankenkasse nach einem Todesfall erfordert ein systematisches Vorgehen. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um den Prozess zu erleichtern. (Lesen Sie auch: Krankenkasse wechseln Franchise behalten: Schritt-für-Schritt Anleitung)
1. Feststellung der Versicherungssituation
Zuerst muss ermittelt werden, welche Versicherungen der Verstorbene hatte. Dies umfasst sowohl die obligatorische Grundversicherung als auch allfällige Zusatzversicherungen. Die entsprechenden Policen und Vertragsunterlagen sind hierfür unerlässlich. Oftmals finden sich diese Dokumente in den persönlichen Unterlagen des Verstorbenen. Eine Nachfrage bei Familienangehörigen oder dem Hausarzt kann ebenfalls hilfreich sein.
2. Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse
Nachdem die relevanten Versicherungen identifiziert wurden, sollte umgehend Kontakt mit der Krankenkasse aufgenommen werden. Dies kann telefonisch oder schriftlich erfolgen. Es ist ratsam, sich den Namen des Ansprechpartners zu notieren. Informieren Sie die Krankenkasse über den Todesfall und erkundigen Sie sich nach den spezifischen Kündigungsmodalitäten. Die Krankenkasse wird in der Regel eine Sterbeurkunde als Nachweis verlangen.
3. Einreichung der Kündigung
Die Kündigung der Krankenkasse muss schriftlich erfolgen. Ein formloses Schreiben ist ausreichend, sollte aber folgende Informationen enthalten: Name des Verstorbenen, Policennummer, Todesdatum sowie die Bitte um Kündigung des Vertrags. Legen Sie eine Kopie der Sterbeurkunde bei. Senden Sie das Schreiben per Einschreiben, um einen Nachweis über den Versand zu haben. Die Kündigung sollte so schnell wie möglich nach dem Todesfall erfolgen, um unnötige Prämienzahlungen zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Krankenkasse wechseln Modell wechseln: Schritt-für-Schritt-Anleitung)
4. Bearbeitung und Bestätigung
Nach Eingang der Kündigung wird die Krankenkasse diese prüfen und bearbeiten. In der Regel erhalten die Hinterbliebenen eine schriftliche Bestätigung der Kündigung mit Angabe des genauen Datums, zu dem der Vertrag endet. Es ist wichtig, diese Bestätigung aufzubewahren. Falls noch ausstehende Leistungen oder Rückerstattungen vorhanden sind, werden diese in der Regel mit der Schlussabrechnung beglichen.
5. Zusatzversicherungen
Neben der Grundversicherung sollten auch allfällige Zusatzversicherungen gekündigt werden. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie bei der Grundversicherung. Beachten Sie jedoch, dass für Zusatzversicherungen möglicherweise andere Kündigungsfristen gelten. Informieren Sie sich daher genau über die jeweiligen Bedingungen. Es ist möglich, dass einige Zusatzversicherungen Leistungen wie beispielsweise eine Todesfallsumme beinhalten. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen sorgfältig.
Grundversicherung vs. Zusatzversicherung: Was ist der Unterschied?
In der Schweiz unterscheidet man zwischen der obligatorischen Grundversicherung und den freiwilligen Zusatzversicherungen. Die Grundversicherung deckt die grundlegenden medizinischen Leistungen ab, die von Gesetzes wegen vorgeschrieben sind. Die Zusatzversicherungen bieten darüber hinausgehende Leistungen, wie beispielsweise alternative Behandlungsmethoden, Zahnbehandlungen oder eine höhere Komfortstufe im Spital. Beide Versicherungsarten müssen im Todesfall separat behandelt werden. (Lesen Sie auch: Krankenkasse wechseln Juli: Schritt-für-Schritt Anleitung)
Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP), auch Grundversicherung genannt, ist in der Schweiz für alle Einwohner obligatorisch. Sie deckt die Kosten für medizinische Grundversorgung bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft. Zusatzversicherungen sind freiwillig und bieten weitergehende Leistungen.

Fristen und Formalitäten: Worauf muss geachtet werden?
Die Einhaltung der Kündigungsfristen ist entscheidend, um unnötige Kosten zu vermeiden. Die genauen Fristen können je nach Krankenkasse variieren. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist für die Grundversicherung einen Monat zum Jahresende. Für Zusatzversicherungen können längere Fristen gelten. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig bei der Krankenkasse zu informieren. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und sollte per Einschreiben versendet werden. Eine Kopie der Sterbeurkunde ist als Nachweis erforderlich.
Checkliste für Hinterbliebene: So behalten Sie den Überblick
Der Verlust eines Angehörigen ist eine schwierige Zeit. Umso wichtiger ist es, bei den administrativen Aufgaben den Überblick zu behalten. Eine Checkliste kann dabei helfen, nichts zu vergessen. (Lesen Sie auch: Krankenkasse wechseln unterjährig: Schritt-für-Schritt-Anleitung)
- Versicherungsunterlagen sichten: Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle bestehenden Versicherungen des Verstorbenen.
- Krankenkasse kontaktieren: Informieren Sie die Krankenkasse über den Todesfall und erkundigen Sie sich nach den Kündigungsmodalitäten.
- Sterbeurkunde besorgen: Besorgen Sie sich eine Kopie der Sterbeurkunde.
- Kündigungsschreiben verfassen: Verfassen Sie ein schriftliches Kündigungsschreiben und legen Sie eine Kopie der Sterbeurkunde bei.
- Kündigung versenden: Versenden Sie das Kündigungsschreiben per Einschreiben.
- Bestätigung prüfen: Prüfen Sie die Kündigungsbestätigung der Krankenkasse.
- Zusatzversicherungen kündigen: Kündigen Sie auch allfällige Zusatzversicherungen.
Fazit
Die Abwicklung der Krankenkasse im Todesfall erfordert sorgfältige Planung und die Beachtung der Fristen. Durch eine strukturierte Vorgehensweise und die Einhaltung der Formalitäten können Hinterbliebene diese Aufgabe erfolgreich bewältigen. Die Webseite admin.ch bietet umfassende Informationen zu den Rechten und Pflichten im Todesfall. Für weiterführende Informationen zum Thema Versicherungen kann SRF News konsultiert werden. Ebenfalls hilfreich ist die Webseite Beobachter, die unabhängige Informationen zu Versicherungsfragen bietet. Die konkreten Schritte und Fristen sind auf Lebensphasen.Info unter den Aktenzeichen azu und azitEin detailliert beschrieben.







