Krankenkassenprämien Senken: So Sparen Sie Bares Geld!
Sie möchten Ihre Krankenkassenprämien Senken? Die steigenden Kosten für die obligatorische Krankenversicherung in der Schweiz belasten viele Haushalte. Es gibt jedoch verschiedene Strategien, um die...
Sie möchten Ihre Krankenkassenprämien Senken? Die steigenden Kosten für die obligatorische Krankenversicherung in der Schweiz belasten viele Haushalte. Es gibt jedoch verschiedene Strategien, um die monatliche Prämie zu reduzieren. Dazu gehören der Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse, die Anpassung der Franchise, der Wechsel zu einem alternativen Versicherungsmodell und die Überprüfung des Anspruchs auf Prämienverbilligung.

Zusammenfassung
- Vergleichen Sie die Prämien verschiedener Krankenkassen, um die günstigste Option zu finden.
- Erhöhen Sie Ihre Franchise, um Ihre monatlichen Prämien zu senken.
- Wählen Sie ein alternatives Versicherungsmodell, wie z.B. ein Hausarztmodell oder ein Telemedizinmodell.
- Prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben.
- Achten Sie auf die Kündigungsfristen, um rechtzeitig Anpassungen vornehmen zu können.
Wie kann ich meine Krankenkassenprämien in der Schweiz senken?
Um Ihre Krankenkassenprämien effektiv zu senken, sollten Sie einen umfassenden Vergleich der verschiedenen Angebote durchführen. Nutzen Sie Vergleichsportale, um die Prämien der verschiedenen Kassen gegenüberzustellen und die für Sie günstigste Option zu identifizieren. Berücksichtigen Sie dabei auch die Leistungen und den Kundenservice der jeweiligen Kasse.
Die steigenden Krankenkassenprämien in der Schweiz verstehen
Die Krankenkassenprämien in der Schweiz sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Für das Jahr 2026 wird erneut ein Anstieg von durchschnittlich 4,4 Prozent erwartet, was eine mittlere Prämie von 393.30 Franken pro Monat bedeutet. Bereits im Jahr 2025 gab es eine Erhöhung von rund 6 Prozent. Diese Entwicklung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einer der Hauptgründe ist die demografische Entwicklung mit einer zunehmend alternden Bevölkerung. Dies führt zu einer höheren Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen.
Ein weiterer Faktor sind die ständigen Fortschritte in der Medizin. Neue Behandlungsmethoden und Medikamente sind oft teuer, tragen aber zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei. Auch die steigende Lebenserwartung spielt eine Rolle, da ältere Menschen tendenziell mehr medizinische Versorgung benötigen. Schließlich beeinflusst auch das Verhalten der Versicherten die Kosten. Eine höhere Inanspruchnahme von Leistungen, auch bei kleineren Beschwerden, treibt die Kosten in die Höhe. Es ist daher wichtig, sich bewusst zu machen, wie man selbst zur Kostenentwicklung beitragen kann.
Franchise anpassen: Ein effektiver Weg zur Prämienreduktion
Eine der direktesten Möglichkeiten, die Krankenkassenprämien zu senken, ist die Anpassung der Franchise. Die Franchise ist der Betrag, den Sie pro Jahr selbst für medizinische Leistungen bezahlen, bevor die Krankenkasse einspringt. In der Schweiz können Sie zwischen verschiedenen Franchise-Stufen wählen. Die Standardfranchise für Erwachsene beträgt 300 Franken pro Jahr. Wer bereit ist, eine höhere Franchise zu wählen, profitiert von tieferen monatlichen Prämien. Es ist wichtig, die persönliche finanzielle Situation und den erwarteten Bedarf an medizinischen Leistungen zu berücksichtigen.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht den Effekt: Wer von der Standardfranchise von 300 Franken auf die höchste Franchise von 2500 Franken wechselt, kann seine monatlichen Prämien deutlich reduzieren. Die genaue Höhe der Einsparung hängt von der Krankenkasse und dem gewählten Versicherungsmodell ab. Es ist ratsam, verschiedene Szenarien durchzurechnen, um die optimale Franchise für die eigene Situation zu finden. Dabei sollte man auch berücksichtigen, dass bei unerwartet hohen Gesundheitskosten die höhere Franchise tatsächlich bezahlt werden muss. Eine gute Planung ist daher entscheidend. (Lesen Sie auch: Krankenkassenprämien Tessin: So Sparen Sie 2024 Bares…)
Viele Krankenkassen bieten auf ihren Webseiten einen Prämienrechner an. Nutzen Sie dieses Tool, um verschiedene Franchise-Stufen und Versicherungsmodelle durchzuspielen und die Auswirkungen auf Ihre monatliche Prämie zu sehen.
Wechsel zu alternativen Versicherungsmodellen
Neben der Franchise gibt es weitere Möglichkeiten, die Krankenkassenprämien zu senken. Eine davon ist der Wechsel zu einem alternativen Versicherungsmodell. Diese Modelle bieten oft günstigere Prämien im Vergleich zum Standardmodell, sind aber an bestimmte Bedingungen geknüpft. Zu den gängigsten alternativen Modellen gehören das Hausarztmodell, das Telemedizinmodell und das HMO-Modell.
Beim Hausarztmodell verpflichten Sie sich, bei gesundheitlichen Problemen zuerst Ihren Hausarzt zu konsultieren. Dieser koordiniert dann die weitere Behandlung. Das Telemedizinmodell sieht vor, dass Sie sich bei Beschwerden zuerst telefonisch oder per App von einem Arzt beraten lassen. Das HMO-Modell (Health Maintenance Organization) ist in der Schweiz weniger verbreitet, funktioniert aber ähnlich wie das Hausarztmodell, wobei Sie an ein bestimmtes Ärztenetzwerk gebunden sind. Der Vorteil dieser Modelle liegt in den tieferen Prämien, der Nachteil in der eingeschränkten Wahlfreiheit des Arztes. Es ist wichtig abzuwägen, ob die Einsparungen die Einschränkungen rechtfertigen.
Krankenkassen vergleichen und wechseln: So geht’s
Der Vergleich der Krankenkassen ist ein wichtiger Schritt, um die günstigste Option zu finden. Die Prämien können je nach Kasse und Versicherungsmodell erheblich variieren. Es gibt verschiedene Vergleichsportale im Internet, die einen umfassenden Überblick über die Angebote der verschiedenen Kassen bieten. Diese Portale sind in der Regel kostenlos und einfach zu bedienen. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, die Prämien, Leistungen und Kundenservices der verschiedenen Kassen miteinander zu vergleichen. Es ist ratsam, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch die Qualität der Leistungen und den Ruf der Krankenkasse zu berücksichtigen.
Wenn Sie eine günstigere Krankenkasse gefunden haben, können Sie Ihre bestehende Versicherung kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel einen Monat. Das bedeutet, dass Sie Ihre Kasse bis Ende November kündigen müssen, um ab dem 1. Januar des Folgejahres bei der neuen Kasse versichert zu sein. Es ist wichtig, die Kündigung schriftlich und per Einschreiben zu versenden, um einen Nachweis zu haben. Sobald die Kündigung bestätigt ist, können Sie sich bei der neuen Krankenkasse anmelden. Achten Sie darauf, dass die Anmeldung rechtzeitig erfolgt, damit Sie lückenlos versichert sind.
Prämienverbilligung: Wer hat Anspruch?
In der Schweiz gibt es die Möglichkeit, eine Prämienverbilligung zu beantragen. Diese wird vom Kanton gewährt und soll einkommensschwachen Personen und Familien helfen, die Krankenkassenprämien zu bezahlen. Die Anspruchsvoraussetzungen sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In der Regel spielen das Einkommen und das Vermögen eine Rolle. Wer wenig verdient und über kein oder nur wenig Vermögen verfügt, hat gute Chancen auf eine Prämienverbilligung. Es ist ratsam, sich beim zuständigen kantonalen Amt zu informieren, welche Voraussetzungen genau erfüllt sein müssen und wie der Antrag gestellt wird. (Lesen Sie auch: Krankenkassenprämien Vergleich: So Sparen Sie Viel Geld!)
Die Prämienverbilligung wird in der Regel direkt an die Krankenkasse ausbezahlt, die dann die monatliche Prämie entsprechend reduziert. Die Höhe der Verbilligung hängt von der finanziellen Situation des Antragstellers ab. Es kann sich lohnen, einen Antrag zu stellen, auch wenn man sich nicht sicher ist, ob man die Voraussetzungen erfüllt. Die kantonalen Ämter beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Antragstellung. Weitere Informationen zur Prämienverbilligung finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit.
Laut einer Studie von Prozent.Online wechseln jährlich rund 5% der Schweizer ihre Krankenkasse, um von tieferen Prämien zu profitieren. Dies zeigt, dass ein aktiver Vergleich und Wechsel sich lohnen kann.
Zusatzversicherungen überprüfen und optimieren
Neben der obligatorischen Grundversicherung haben viele Schweizer auch Zusatzversicherungen abgeschlossen. Diese decken Leistungen ab, die nicht von der Grundversicherung übernommen werden, wie zum Beispiel alternative Heilmethoden, Zahnbehandlungen oder Komfortleistungen im Spital. Es ist ratsam, die Zusatzversicherungen regelmäßig zu überprüfen und zu überlegen, ob sie noch den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Oftmals hat man im Laufe der Zeit Leistungen versichert, die man gar nicht mehr benötigt. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Zusatzversicherung zu kündigen oder auf eine günstigere Variante umzusteigen.
Ein Rechenbeispiel: Eine Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen kostet monatlich 30 Franken. Wer diese Versicherung seit zehn Jahren hat, hat insgesamt 3600 Franken bezahlt. Wenn in diesen zehn Jahren keine oder nur geringe Zahnbehandlungskosten angefallen sind, hat sich die Versicherung nicht gelohnt. Es ist daher wichtig, die Kosten und den Nutzen der Zusatzversicherungen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht unterversichern. Eine gute Planung ist auch hier entscheidend.

Kostenbewusstes Verhalten im Gesundheitswesen
Neben den genannten Sparmöglichkeiten bei den Krankenkassenprämien gibt es auch im Alltag Möglichkeiten, Kosten im Gesundheitswesen zu sparen. Dazu gehört ein bewusstes Verhalten bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen. Nicht jede kleine Beschwerde muss sofort vom Arzt behandelt werden. Oftmals helfen auch Hausmittel oder eine Beratung in der Apotheke. Auch die Wahl des richtigen Leistungserbringers kann Kosten sparen. So ist ein Besuch in der Notfallstation oft teurer als ein Besuch beim Hausarzt. Es ist ratsam, sich vorab zu informieren, welche Kosten entstehen und welche Alternativen es gibt.
Ein weiterer Tipp: Fragen Sie Ihren Arzt nach Generika. Das sind Medikamente, die den gleichen Wirkstoff wie das Originalmedikament enthalten, aber günstiger sind. Auch die Teilnahme an Präventionsprogrammen kann sich langfristig auszahlen. Wer gesund lebt und regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, kann Krankheiten frühzeitig erkennen und behandeln lassen. Dies kann teure Behandlungen in der Zukunft verhindern. Ein gesundheitsbewusster Lebensstil ist somit nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für den Geldbeutel. Laut einer Studie des SRF könnten durch eine stärkere Förderung der Prävention die Gesundheitskosten langfristig gesenkt werden. (Lesen Sie auch: Krankenkassenprämien sparen – So reduzieren Sie Ihre…)
Häufig gestellte Fragen
Bis wann muss ich meine Krankenkasse kündigen, um Prämien zu sparen?
Um von tieferen Prämien im neuen Jahr zu profitieren, müssen Sie Ihre Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November kündigen. Achten Sie darauf, die Kündigung schriftlich und per Einschreiben zu versenden, um einen Nachweis zu haben.
Welche Vorteile bietet ein Wechsel zu einem Hausarztmodell?
Ein Hausarztmodell bietet in der Regel tiefere Prämien im Vergleich zum Standardmodell. Sie verpflichten sich jedoch, bei gesundheitlichen Problemen zuerst Ihren Hausarzt zu konsultieren, der dann die weitere Behandlung koordiniert.
Wie kann ich herausfinden, ob ich Anspruch auf Prämienverbilligung habe?
Die Anspruchsvoraussetzungen für die Prämienverbilligung sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Informieren Sie sich beim zuständigen kantonalen Amt, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und wie Sie einen Antrag stellen können.
Lohnt sich eine höhere Franchise, um Krankenkassenprämien zu senken?
Eine höhere Franchise führt in der Regel zu tieferen monatlichen Prämien. Es ist jedoch wichtig, die persönliche finanzielle Situation und den erwarteten Bedarf an medizinischen Leistungen zu berücksichtigen, bevor Sie sich für eine höhere Franchise entscheiden. (Lesen Sie auch: Krankenkassenprämien Alter: Fakten und Informationen)
Welche Rolle spielen Zusatzversicherungen bei der Senkung der Gesundheitskosten?
Überprüfen Sie regelmässig Ihre Zusatzversicherungen und passen Sie diese Ihren Bedürfnissen an. Oftmals hat man Leistungen versichert, die man nicht mehr benötigt. Eine Kündigung oder Umstellung auf eine günstigere Variante kann Kosten sparen.
Fazit: Aktiv werden und Krankenkassenprämien senken
Die steigenden Krankenkassenprämien sind eine Herausforderung für viele Haushalte in der Schweiz. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die monatliche Belastung zu reduzieren. Ein aktiver Vergleich der Krankenkassen, die Anpassung der Franchise, der Wechsel zu einem alternativen Versicherungsmodell und die Überprüfung des Anspruchs auf Prämienverbilligung sind effektive Wege, um die Krankenkassenprämien zu senken. Es lohnt sich, die verschiedenen Optionen zu prüfen und die für die eigene Situation passende Lösung zu finden. Wer aktiv wird, kann bares Geld sparen und seine Gesundheitskosten optimieren. Zusätzliche Informationen bietet auch die Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).







