Medikamente Sexuelle Dysfunktion: Ursache Oft Unterschätzt?
Die Einnahme von Medikamenten kann unerwünschte Nebenwirkungen haben, und in etwa einem Viertel der Fälle von sexueller Dysfunktion spielen Medikamente eine Rolle. Dies wird oft unterschätzt,...
Die Einnahme von Medikamenten kann unerwünschte Nebenwirkungen haben, und in etwa einem Viertel der Fälle von sexueller Dysfunktion spielen Medikamente eine Rolle. Dies wird oft unterschätzt, insbesondere bei Frauen, wie die Pharmakologin Antje Heck betont. Betroffene sollten sich bewusst sein, dass ihre Beschwerden möglicherweise auf ihre Medikation zurückzuführen sind und das Gespräch mit ihrem Arzt suchen.

Medikamente als Ursache sexueller Dysfunktion
Sexuelle Dysfunktion, die sich in Form von verminderter Libido, Erektionsstörungen oder Orgasmusproblemen äußern kann, ist ein sensibles Thema. Viele Betroffene scheuen sich, darüber zu sprechen. Doch Studien zeigen, dass Medikamente eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen können. Die Tages-Anzeiger berichtete kürzlich über die Erkenntnisse der Pharmakologin Antje Heck, die darauf hinweist, dass Medikamente sexuelle Dysfunktion in rund einem Viertel der Fälle verursachen. (Lesen Sie auch: Statine in der Analyse: Cholesterinsenker haben laut…)
Das ist passiert
- Medikamente können sexuelle Funktionsstörungen verursachen.
- Dies wird oft als Nebenwirkung unterschätzt.
- Frauen sind besonders betroffen.
- Ein offenes Gespräch mit dem Arzt ist wichtig.
Welche Medikamente können sexuelle Funktionsstörungen auslösen?
Eine Vielzahl von Medikamenten kann die sexuelle Funktion beeinträchtigen. Dazu gehören beispielsweise Antidepressiva, insbesondere selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), die häufig verschrieben werden. Auch Blutdrucksenker, bestimmte Antihistaminika, hormonelle Verhütungsmittel und einige Medikamente gegen Magengeschwüre können sich negativ auf die Libido und die sexuelle Leistungsfähigkeit auswirken. Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkung von Medikamenten individuell unterschiedlich sein kann. Was bei dem einen Patienten keine Probleme verursacht, kann bei einem anderen zu erheblichen Beschwerden führen. Eine detaillierte Liste der Medikamente, die möglicherweise sexuelle Nebenwirkungen haben, findet sich beispielsweise auf Apotheken Umschau.
Wie äußert sich medikamentenbedingte sexuelle Dysfunktion?
Die Symptome einer medikamentenbedingten sexuellen Dysfunktion können vielfältig sein. Bei Frauen kann es zu einer verminderten Libido, Trockenheit der Vagina, Schwierigkeiten beim Erreichen eines Orgasmus oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen. Männer können unter Erektionsstörungen, einem verminderten sexuellen Verlangen oder Problemen mit der Ejakulation leiden. In einigen Fällen kann es auch zu einer allgemeinen sexuellen Unlust kommen, die das gesamte sexuelle Erleben beeinträchtigt. Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und sie nicht als rein psychisch bedingt abzutun, da sie möglicherweise eine organische Ursache haben. (Lesen Sie auch: Weibliche Lust: Was Beeinflusst Sie Wirklich? Fragen…)
Führen Sie ein Tagebuch über Ihre Medikamente und eventuelle Veränderungen in Ihrer sexuellen Funktion. Dies kann Ihrem Arzt helfen, die Ursache Ihrer Beschwerden zu erkennen.
Was können Betroffene tun?
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre sexuelle Dysfunktion durch Medikamente verursacht wird, sollten Sie unbedingt das Gespräch mit Ihrem Arzt suchen. Er kann prüfen, ob es alternative Medikamente gibt, die weniger Nebenwirkungen haben. In einigen Fällen kann auch eine Dosisreduktion helfen, die Beschwerden zu lindern. Es ist jedoch wichtig, Medikamente niemals eigenmächtig abzusetzen oder die Dosis zu verändern, da dies zu unerwünschten gesundheitlichen Folgen führen kann. Der Arzt kann auch andere mögliche Ursachen für die sexuelle Dysfunktion ausschließen, wie beispielsweise hormonelle Störungen oder psychische Probleme. In manchen Fällen kann auch eine Sexualtherapie sinnvoll sein, um mit den Folgen der sexuellen Dysfunktion umzugehen und neue Wege zu finden, die eigene Sexualität zu erleben. (Lesen Sie auch: Gehirnalterung Kohlenhydrate: Diese Ernährung Schadet Ihrem Denkorgan)
Wie können Ärzte helfen?
Ärzte spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnose und Behandlung von medikamentenbedingter sexueller Dysfunktion. Es ist wichtig, dass sie ihre Patienten aktiv nach möglichen sexuellen Nebenwirkungen ihrer Medikamente fragen und diese ernst nehmen. Eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung können helfen, die Ursache der Beschwerden zu erkennen. Ärzte sollten auch über alternative Behandlungsmöglichkeiten informieren und gegebenenfalls eine Überweisung an einen Spezialisten, wie beispielsweise einen Urologen, Gynäkologen oder Sexualtherapeuten, in Erwägung ziehen. Eine offene und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist entscheidend, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten. Die Bundesregierung setzt sich für eine umfassende Gesundheitsversorgung ein, die auch sexuelle Gesundheit einschließt.
Fazit
Sexuelle Dysfunktion ist ein häufiges Problem, das verschiedene Ursachen haben kann. Medikamente spielen dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Es ist wichtig, sich dieser möglichen Nebenwirkung bewusst zu sein und das Gespräch mit dem Arzt zu suchen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Eine offene Kommunikation und eine individuelle Behandlungsstrategie können dazu beitragen, die Lebensqualität der Betroffenen deutlich zu verbessern. (Lesen Sie auch: Schneller Orgasmus Frau: So Klappt es Beim…)








