Zusatzversicherung Vorerkrankung: So Sichern Sie sich Optimal
Zusatzversicherung Vorerkrankung: Trotz bestehender Gesundheitsprobleme ist es möglich, sich in der Schweiz zusätzlich zur obligatorischen Grundversicherung abzusichern. Versicherer bieten...
Zusatzversicherung Vorerkrankung: So sichern Sie sich ab
Zusatzversicherung Vorerkrankung: Trotz bestehender Gesundheitsprobleme ist es möglich, sich in der Schweiz zusätzlich zur obligatorischen Grundversicherung abzusichern. Versicherer bieten verschiedene Optionen, wie Prämienzuschläge oder Leistungsausschlüsse, um Risiken zu minimieren und gleichzeitig Versicherten den Zugang zu erweiterten Leistungen zu ermöglichen. Es ist ratsam, Angebote zu vergleichen und eine ehrliche Gesundheitsdeklaration abzugeben.

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Zusatzversicherung mit Vorerkrankung?
Für Personen mit Vorerkrankungen gibt es verschiedene Wege, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Versicherer können einen individuellen Prämienzuschlag erheben, bestimmte Leistungen ausschließen (Vorbehalt) oder den Antrag ganz ablehnen. Seit Januar 2025 bietet beispielsweise Sanitas einen individuellen Prämienzuschlag an, um das erhöhte Risiko abzudecken. Eine sorgfältige Prüfung der Angebote ist entscheidend.
Die wichtigsten Fakten
- Obligatorische Grundversicherung: Nimmt jeden auf.
- Freiwillige Zusatzversicherung: Kann Anträge ablehnen.
- Drei Szenarien bei Vorerkrankungen: Prämienzuschlag, Leistungsausschluss, Ablehnung.
- Sanitas: Bietet seit Januar 2025 Prämienzuschläge an.
Grundlagen der Zusatzversicherung und Gesundheitsprüfung
Im Gegensatz zur obligatorischen Grundversicherung, die jeden Antragsteller ohne Gesundheitsprüfung aufnehmen muss, unterliegen Zusatzversicherungen strengeren Kriterien. Die Versicherungsgesellschaften führen eine Gesundheitsprüfung durch, um das individuelle Risiko einzuschätzen. Diese Prüfung umfasst in der Regel einen Fragebogen, in dem detaillierte Angaben zu Vorerkrankungen, Behandlungen und Medikamenteneinnahme gemacht werden müssen.
Die Gesundheitsprüfung dient dazu, das finanzielle Risiko für den Versicherer zu bewerten. Je höher das Risiko, desto wahrscheinlicher ist ein Prämienzuschlag, ein Leistungsausschluss oder im schlimmsten Fall eine Ablehnung des Antrags. Es ist entscheidend, alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten, da falsche Angaben im Nachhinein zu Leistungskürzungen oder sogar zur Annullierung des Versicherungsvertrags führen können. Die ehrliche Offenlegung der Gesundheitssituation ist somit die Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Versicherer und Versichertem.
Die Gesundheitsprüfung ist ein standardisierter Prozess, der von allen Schweizer Versicherern bei Anträgen auf Zusatzversicherungen durchgeführt wird. Die genauen Fragen und Anforderungen können jedoch variieren. Es ist ratsam, sich vorab über die spezifischen Bedingungen des jeweiligen Versicherers zu informieren. (Lesen Sie auch: Spitalzusatzversicherung privat: Optionen und Tarife für die…)
Optionen für Versicherte mit Vorerkrankungen
Versicherte mit bestehenden Gesundheitsproblemen stehen vor der Herausforderung, eine passende Zusatzversicherung zu finden, die ihren individuellen Bedürfnissen entspricht und gleichzeitig bezahlbar ist. Glücklicherweise gibt es verschiedene Optionen, die in Betracht gezogen werden können.
Prämienzuschlag: Eine Möglichkeit ist die Akzeptanz des Antrags mit einem individuellen Prämienzuschlag. Der Zuschlag wird auf die reguläre Monatsprämie aufgeschlagen und berücksichtigt das erhöhte Risiko, das durch die Vorerkrankung entsteht. Die Höhe des Zuschlags variiert je nach Art und Schwere der Erkrankung sowie dem jeweiligen Versicherer. Sanitas bietet beispielsweise seit Januar 2025 diese Option an. Dies ermöglicht es Versicherten, den vollen Leistungsumfang der Zusatzversicherung zu nutzen, ohne dass bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden.
Leistungsausschluss (Vorbehalt): Eine andere Option ist die Aufnahme in die Zusatzversicherung mit einem Leistungsausschluss, auch Vorbehalt genannt. Dabei werden bestimmte Leistungen, die im Zusammenhang mit der Vorerkrankung stehen, von der Versicherungsdeckung ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass die Versicherung beispielsweise keine Kosten für Behandlungen oder Medikamente im Zusammenhang mit der bestehenden Erkrankung übernimmt. Der Vorteil dieser Option ist, dass die Prämie in der Regel niedriger ist als bei einem Prämienzuschlag. Allerdings sollten Versicherte genau prüfen, welche Leistungen ausgeschlossen sind und ob diese für sie von Bedeutung sind.
Ablehnung des Antrags: Im ungünstigsten Fall kann der Versicherer den Antrag auf eine Zusatzversicherung ablehnen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn das Risiko aufgrund der Vorerkrankung als zu hoch eingeschätzt wird. Eine Ablehnung bedeutet jedoch nicht, dass Versicherte keine Möglichkeit haben, sich zusätzlich abzusichern. Es ist ratsam, mehrere Angebote von verschiedenen Versicherern einzuholen, da die Risikobeurteilung unterschiedlich ausfallen kann. Zudem gibt es spezialisierte Versicherungsberater, die bei der Suche nach einer passenden Lösung helfen können.
Es ist empfehlenswert, vor der Antragstellung eine umfassende Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsberater in Anspruch zu nehmen. Dieser kann die individuelle Situation analysieren und die verschiedenen Optionen aufzeigen. Zudem kann er bei der Zusammenstellung der Antragsunterlagen und der Kommunikation mit den Versicherern unterstützen. (Lesen Sie auch: Zusatzversicherung Gesundheitsprüfung: Was Sie Wissen Müssen)
Vergleich verschiedener Versicherungsangebote
Die Angebote für Zusatzversicherungen variieren stark zwischen den verschiedenen Versicherungsgesellschaften in der Schweiz. Dies betrifft nicht nur die Höhe der Prämien, sondern auch die Bedingungen für die Aufnahme von Versicherten mit Vorerkrankungen. Ein sorgfältiger Vergleich ist daher unerlässlich, um den optimalen Schutz zu finden.
Bei chronischen Erkrankungen sollten Versicherte besonders auf die spezifischen Bedingungen achten. Einige Versicherer bieten spezielle Tarife für bestimmte Erkrankungen an, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten sind. Andere Versicherer haben möglicherweise restriktivere Bedingungen oder schließen bestimmte Leistungen komplett aus. Es ist wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen und bei Unklarheiten Rücksprache mit dem Versicherer zu halten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Leistungsumfang der Zusatzversicherung. Versicherte sollten sich überlegen, welche Leistungen für sie besonders wichtig sind. Dies können beispielsweise alternative Behandlungsmethoden, Zahnbehandlungen, Sehhilfen oder die freie Arztwahl sein. Nicht alle Zusatzversicherungen bieten den gleichen Leistungsumfang, daher ist ein Vergleich der Leistungen unerlässlich.

Um den Vergleich zu erleichtern, gibt es verschiedene Online-Vergleichsportale, die einen Überblick über die verschiedenen Angebote bieten. Diese Portale ermöglichen es, die Prämien, Leistungen und Bedingungen der verschiedenen Versicherer miteinander zu vergleichen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Portale nicht immer alle Angebote berücksichtigen und dass die Angaben möglicherweise nicht immer auf dem neuesten Stand sind. Daher ist es ratsam, die Angaben auf den Portalen mit den Informationen der Versicherer direkt zu vergleichen.
Die Schweizerische Eidgenossenschaft bietet Informationen zur obligatorischen Krankenversicherung. SRF berichtet regelmässig über Änderungen im Gesundheitswesen. Das Bundesamt für Gesundheit ist eine weitere wichtige Informationsquelle.
Ehrliche Gesundheitsdeklaration als Schlüssel zum Erfolg
Die Gesundheitsdeklaration ist ein zentraler Bestandteil des Antrags auf eine Zusatzversicherung. In diesem Formular müssen Versicherte detaillierte Angaben zu ihrem Gesundheitszustand machen. Es ist von entscheidender Bedeutung, alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten, da falsche oder unvollständige Angaben im Nachhinein schwerwiegende Folgen haben können. (Lesen Sie auch: Ambulante Zusatzversicherung: Lohnt sich die Police Wirklich?)
Versicherer haben das Recht, den Versicherungsvertrag zu annullieren oder Leistungen zu kürzen, wenn sie feststellen, dass Versicherte bei der Gesundheitsdeklaration falsche Angaben gemacht haben. Dies gilt auch, wenn die falschen Angaben nicht absichtlich gemacht wurden. Daher ist es ratsam, sich vor der Ausfüllung der Gesundheitsdeklaration ausreichend Zeit zu nehmen und alle Fragen sorgfältig zu prüfen. Bei Unklarheiten sollte Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder einem Versicherungsberater gehalten werden.
Die Gesundheitsdeklaration umfasst in der Regel Fragen zu bestehenden Erkrankungen, Behandlungen, Medikamenteneinnahme, Operationen und Krankenhausaufenthalten. Versicherte sollten alle relevanten Informationen angeben, auch wenn sie der Meinung sind, dass diese für den Versicherer nicht von Bedeutung sind. Es ist besser, zu viele Informationen anzugeben als zu wenige. Im Zweifelsfall sollte Rücksprache mit dem Versicherer gehalten werden.
Einige Versicherer bieten die Möglichkeit an, die Gesundheitsdeklaration online auszufüllen. Dies kann den Prozess erleichtern und beschleunigen. Es ist jedoch wichtig, auch bei der Online-Ausfüllung alle Fragen sorgfältig zu prüfen und alle relevanten Informationen anzugeben.
Fazit
Trotz Vorerkrankungen ist der Zugang zu einer Zusatzversicherung in der Schweiz möglich, wenn auch mit Einschränkungen oder zusätzlichen Kosten. Ein umfassender Vergleich der Angebote, eine ehrliche Gesundheitsdeklaration und gegebenenfalls die Beratung durch einen Experten sind entscheidend, um den passenden Versicherungsschutz zu finden. Die Optionen Prämienzuschlag und Leistungsausschluss bieten Flexibilität, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden und eine adäquate Absicherung zu gewährleisten.







